Nicht gefirmt?

Es ist nie zu spät für die Firmung

Immer wieder kommt es bei der Ehevorbereitung oder in der Vorbereitung der Taufe eines Kindes zur Sprache: ein Partner, ein Elternteil ist selbst nicht gefirmt. Die Person ist zwar getauft, hat vielleicht noch an der Erstkommunion teilgenommen, aber das Sakrament der Firmung hat sie nicht empfangen. Warum?

Da gibt es verschiedene Gründe. Als Jugendlicher hat er/sie sich bewusst dagegen entschieden oder einfach „keine Lust" gehabt. Oder die Lebensumstände waren so, dass die Teilnahme an der Firmvorbereitung nicht oder nur schwer möglich war. Aber ist das ein Problem? Es ist kein Problem, wenn es um die Taufe des Kindes oder um die eigene Trauung geht. Das geht auch ohne Firmung. Wer als Katholik Taufpate sein will, sollte allerdings selbst getauft und gefirmt sein. Aber vielleicht ist es eine Chance, wenn ich bewusst feststelle, dass ich nicht gefirmt bin. Die Firmung ist ja das Sakrament, in dem ein junger Mensch, der als Kind getauft wurde, selbst sein Ja zum Glauben spricht und die Entscheidung seiner Eltern von damals „bekräftigt". Dieses Sakrament gehört bei uns Katholiken also dazu und wird deshalb bei Erwachsenen mit der Taufe gespendet.

Wenn ein (junger) Erwachsener nicht gefirmt ist, kann er sich überlegen, ob er diesen Schritt nachholen will, ob er sein Ja zum Glauben in solch einer Feier bewusst sprechen will, ob er sich das Ja Gottes und die Kraft seines Geistes bewusst zusagen lassen will.

Die Taufe eines Kindes, die eigene Trauung kann dazu Anlass sein.

Aber es ist jederzeit möglich, wenn jemand seinen Glauben wieder neu entdeckt oder bewusst leben will. Dabei muss ein nicht gefirmter Erwachsener selbstverständlich nicht die Firmvorbereitung mit den Jugendlichen absolvieren und auch nicht mit den Jugendlichen gefirmt werden. Da gibt es andere Wege.

Sind Sie nicht gefirmt – und denken: da fehlt doch eigentlich was?

Dann nehmen Sie mit dem Pfarrbüro Kontakt auf. Es ist nie zu spät für dieses Sakrament!