Herr, lehre uns beten

„Herr, lehre uns beten.“ Die Bitte der Jünger an Jesus, die uns der Evangelist Lukas überliefert (Lukas 11,1) überrascht. Wozu bedurften die Jünger der Unterweisung – mehr oder weniger gottesfürchtige Juden, die – so glaube ich – in der Gebetspraxis ihres Glaubens beheimatet gewesen sind? Vielleicht weil jede religiöse Gruppierung ihre eigene Gebetspraxis gehabt hat, wie der zweite Teil der Bitte: „… wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat“ vermuten lässt. Hinzu kommt, dass in der Zeit Jesu das gemeinschaftliche Gebet mehr und mehr auf den Tempel in Jerusalem konzentriert war. Synagogen bzw. Gebets- und Versammlungshäuser gab es im Judentum wahrscheinlich seit der Zeit des Babylonischen Exils im sechsten vorchristlichen Jahrhundert, ob es sie jedoch flächendeckend in jedem Ort gegeben hat, darf bezweifelt werden. Aus den Evangelien wissen wir jedoch von Gebetshäusern/Synagogen in Nazareth und Kafarnaum. Dort versammelte sich die Gemeinde zum gemeinschaftlichen Gebet. Aus den Evangelien wissen wir aber auch, dass Jesus noch eine ganz andere Gebetspraxis lebte. Immer wieder zieht er sich in die Einsamkeit zurück, um zum Vater zu beten. Und ich glaube, es war diese gelebte Gebetspraxis, welche die Jünger zu ihrer Frage veranlasste, heißt es doch zu Beginn des Verses: „Und es geschah: Jesus betete einmal an einem Ort, als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm:                                   Herr, lehre uns beten …“

Die Antwort Jesu stellt eine revolutionäre Neuerung dar. Jesus hebt das Gebet auf eine intime, sehr persönliche Ebene: Abba, lieber Vater oder auch Papa. Das ist eine ganz neue Qualität der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Da wird eine Grenze eingerissen, wie es sich schon bei der Taufe Jesu andeutet. Die Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas erzählen davon, dass sich bei der Taufe Jesu der Himmel öffnete. Schnell kann man das überlesen, doch es ist etwas fundamental Neues. Der Himmel öffnet sich dem Menschen. In der jüdischen Religion symbolisierte das Allerheiligste im Jerusalemer Tempel den Himmel. Diesen Raum mit der Bundeslade durfte nur der Hohepriester betreten; einmal im Jahr zu Jom Kippur. Der Himmel war quasi verschlossen, und jetzt mit Jesus ist er allen Menschen geöffnet. Die persönliche Beziehung zu Gott ist dem Einzelnen möglich und sie ist der Kern der Religion. Für die damalige Zeit revolutionär.

Ich erzähle Ihnen das, weil es mir so wichtig ist und weil ich Sorge habe, dass uns dieses Geschenk einer persönlichen, engen Gottesbeziehung und die Gnade, unter einem schon geöffneten Himmel leben zu können, nicht mehr bewusst sind und verloren gehen.

Das gemeinschaftliche Gebet verebbt; auch heute gibt es nicht mehr an jedem Ort eine geöffnete Kirche als Ort der besonderen Gottesbegegnung; die Zahl der Gottesdienste sinkt – umso wichtiger wird die persönliche Gottesbeziehung in einer persönlich gelebten Gebetspraxis. Wer kann das noch? Herr, lehre uns beten – diese Bitte hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.

                                                                                                                                                                            Michael Tillmann, in Image 7/2018

Sprachfähigkeit im eigenen Glauben

Wie geht es ihnen, wenn in ihrem Umfeld das Thema `Glauben´ zur Sprache kommt? Können Sie da mitreden, vielleicht gar Glaubenspositionen verteidigen? Oder sind Sie eher ruhig, weil Sie nicht wissen, wie Sie argumentieren sollen? Vielleicht haben Sie auch Angst etwas Falsches zu sagen, weil ihr Gegenüber ihnen dann den Wind aus den Segeln nehmen könnte.

Darum wollen wir Gesprächskreise initiieren, in denen sich sprachfähige genauso, wie sprachlose, aber interessierte Gläubige untereinander austauschen können.

Wer an solchen Gesprächskreisen interessiert ist, darf sich gerne an Diakon Klaus Hohl oder an das Pfarrbüro wenden.

Katholische Erwachsenenbildung „Schöntaler Gespräche" 19. März 2018, 19:30 Uhr

Herausforderung Rechtspopulismus – Warum wir die Demokratie verteidigen müssen.

Der Politikwissenschaftler Dr. Andreas Püttmann spricht zu einem wichtigen und aktuellen Thema.

Rechtspopulistische Parteien im In- und Ausland erfahren zunehmenden Zuspruch und haben in Polen schon zu einer Verfassungskrise geführt. Einflussnahmen durch Russlands „hybriden Krieg" gegen den Westen werden nicht erst seit den US-Wahlen immer offenkundiger. In den „sozialen Netzwerken" macht sich radikale Agitation und Manipulation durch „Meinungsroboter“ und gezielte Falschmeldungen breit. „Pegida" und AfD haben sich als gemeinsame Projekte von Nationalkonservativen und Rechtsradikalen auf der Straße und in Parlamenten etabliert. Die Neue Rechte, deren Medien an Reichweite gewinnen, greift nach der bürgerlichen Mitte und versucht sie gegen eine angebliche „Meinungsdiktatur" der „Systemparteien“ und ihrer „Lügenpresse" aufzubringen. Die politisch motivierte Kriminalität nimmt zu, bis hin zu Mordanschlägen. Der Attentäter gegen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nannte sich „wertkonservativer Rebell". Was ist hier ins Rutschen gekommen und warum? Gerät die Demokratie in Gefahr? Welche Rolle spielen in dieser Lage die Kirchen – und die „Rechtsausleger" in den konfessionellen Milieus?

Kooperationspartner dieser Veranstaltung: Evangelisches Bildungswerk Hohenlohe, VHS Künzelsau und Schöntal

Veranstaltungsort: Bildungshaus Kloster Schöntal, der Eintritt beträgt 8,- €.

 

Männertage 2018

Vom 3. bis 6. April 2018 finden im Haus Klara in Zell am Main (bei Würzburg) wieder geistliche Männertage statt.

Zur Vorbereitung und Themenfindung treffen sich Interessierte, die sich einbringen wollen, am Montag, 23. Oktober um 19:30 Uhr im Konferenzraum.

 

Einführung in das Markus-Evangelium

Mit dem 1. Advent beginnt das Lesejahr B, in dem die Texte des Markusevangeliums an den Sonntagen gelesen werden. An vier Abenden können Interessierte zusammen mit Pfarrer Kempter die Geschichte, die Theologie und die Botschaft dieses ältesten Evangeliums erkunden.

Termine:

Dienstag, 7.11. - Dienstag, 14.11. - Mittwoch, 22.11. - Dienstag, 28.11.

Uhrzeit:

Jeweils von 19:00 bis 21:00 Uhr im Konferenzraum (Am Cappelrain 4)

Anmeldung bis 27. Oktober erforderlich!

Eucharistische Anbetung

Einmal im Monat gibt es die Möglichkeit, zur eucharistischen Anbetung in die Kirche zu kommen. Einfach – zusammen mit anderen – eine Zeit schweigend vor dem Allerheiligsten verweilen, im Brot der Eucharistie Jesus Christus begegnen, im Schauen auf ihn zur Ruhe finden …

Die eucharistische Anbetung beginnt jeweils nach der Messe (mit Laudes)

   um 7:00 Uhr und endet um 18:00 Uhr.

Termine: 12. Oktober – 16. November – 14. Dezember

„Licht für die Völker"

Lectio Divina zu den Jesajatexten im Advent

In meditativer Weise wollen wir die adventlichen Texte lesen und uns darüber austauschen.

Jeweils am Freitag um 19:15 Uhr im Andachtsraum der Kirche St. Joseph

Termine:

            01.Dezember 2017

            08. Dezember 2017

            15. Dezember 2017

            22. Dezember 2017

Anmeldung bis 28.November 2017

 

Papst Franziskus Vatikanstadt - 02.09.2017

Der monatliche Gebetsaufruf von Papst Franziskus ist im September den Pfarreien gewidmet. In einem Video sagt er, was er sich konkret von den Seelsorgeeinheiten erhofft.

Das Video von Papst Franziskus

Papst Franziskus hat mit einem Video katholische Pfarreien ermutigt, sich der umgebenden Gesellschaft zu öffnen. Sie müssten "in engem Kontakt mit dem Zuhause der Leute stehen, mit dem Alltag der Gesellschaft", sagte er in einem rund einminütigen Clip, den der Vatikan am Freitag veröffentlichte. In seinem monatlichen Gebetsaufruf, der im September den Pfarreien gewidmet ist, mahnte der Papst, nicht zu warten, bis Leute hereinkämen, sondern "deutlich aus dem Glauben" motiviert auf die Leute zuzugehen.

"Lasst uns für die Pfarreien beten, dass sie nicht einfach Büros sind, sondern dass sie von einem missionarischen Geist beseelt sind. Mögen sie Orte sein, in denen über den Glauben gesprochen und Nächstenliebe erlebt wird", sagt der Papst in dem kurzen Youtube-Film. Das Video zeigt dazu Menschen, die einen dreckigen Fluss reinigen und einem Mann sauberes Trinkwasser bringen. Danach wird in einer Art Rückblick gezeigt, dass sie vorher gemeinsam in einer Kirche waren.

Kirche an vielen Orten – Apostelgeschichte lesen

Lectio divina in der Osterzeit

Fünf Gruppentreffen: Freitag, 28. April - Freitag, 5. Mai – Mittwoch, 10. Mai - Freitag, 19. Mai - Freitag, 2. Juni von 19:30 bis 20:30 Uhr (Andachtsraum in der Kirche St. Joseph)

Leitung: Kerstin Reimann und Pfr. Klaus Kempter

Keine Kosten, Anmeldung im Pfarrbüro (Am Cappelrain 2, 74613 Öhringen, 07941 989790, stjoseph.oehringen@drs.de)

„Kirche an vielen Orten“ war die neue Erfahrung der ersten Christen. Bestehende Grenzen wurden überschritten und überwunden, das Evangelium überall und in vielen Sprachen verkündet. Im Gespräch mit den biblischen Texten werden die Erfahrungen der Menschen damals lebendig und eröffnen das Gespräch mit unseren Erfahrungen heute.

Mit der Methode der „Lectio Divina“ wollen wir in fünf Etappen Texte aus der Apostelgeschichte lesen. Die gemeinschaftlichen Treffen sind durch das mehrfache Lesen des Bibeltextes, Stille, Austausch und Gebet geprägt. Der biblische Text wird durch das Leseblatt von allen Teilnehmenden der Gruppe in den Alltag genommen. Es bietet verschiedene Impulse für das persönliche Weitergehen durch die Woche.

Die Apostelgeschichte in 50 und 1 Tag lesen

Eine Aktion von „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten

Sie sind eingeladen, die Apostelgeschichte in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten oder in der Zeit nach Pfingsten zu lesen: Jeden Tag einen weiteren Abschnitt, fünfzig Tage lang plus einen Tag!

Zwischen Ostern und Pfingsten:

Beginn am Ostersonntag (16. April);

Ende am Pfingstmontag (5. Juni)

Nach Pfingsten:

Beginn am Pfingstsamstag (3. Juni)

Ende am 16. Sonntag im Jahreskreis (23. Juli)

Flyer dazu finden sich in den Kirchen und im Pfarrbüro.

 

 

Keine Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit

Das Team, das bisher die Exerzitien im Alltag geleitet hat, kann diese Aufgabe aus persönlichen Gründen in der kommenden Fastenzeit nicht wie geplant übernehmen. Deshalb findet das Angebot dieses Jahr nicht statt.

Buße, Versöhnung und Krankensalbung in der Fastenzeit

Wir bieten wieder verschiedene Möglichkeiten, sich innerlich neu auf den Weg zu machen, auf das eigene Leben zu schauen und Versöhnung zu suchen, wo Schuld belastet, und sich das Sakrament der Krankensalbung spenden zu lassen.

Gottesdienst mit Krankensalbung

- am Dienstag, 14. März um 14:00 Uhr in St. Joseph (zum Begegnungsnachmittag).

Bußfeier

- Sonntag, 2. April um 17:30 Uhr in Neuenstein und um 19:00 Uhr in Öhringen.

Beichtgelegenheit

- in St. Joseph samstags um 17:00 Uhr (Beichtraum hinten links vom Eingang),                                                                        am Samstag, 8. April von 16:00 bis 17:30 Uhr.

- im Gemeinderaum Brücke am Donnerstag, 23. März um 17:30 Uhr (vor dem Gottesdienst).

- in Christus König am Mittwoch, 29. März um 17:30 Uhr (vor dem Gottes­dienst)

 

GLAUBEN – mit allen Sinnen

 „Gott gab uns Ohren, damit wir hören, er gab uns Augen, dass wir sehen… „

Ganz im Sinne dieser Zeilen wollen wir unseren Glauben mit Ohren und Augen und allen Sinnen, die wir erhalten haben, entdecken und erleben. Die Tage werden, wie schon in den Jahren zuvor, abwechslungsreich gestaltet sein. Angefüllt mit Aktionen, Gesprächen, Ruhe, Kreativität, Besinnung… Freuen dürfen wir uns auch auf den umfassenden Service des Klosters Himmelspforten bei Würzburg.

Du bist herzlich eingeladen!

 Frauentage Do. 25.Mai bis So. 28.Mai 2017

Wo?                             Kloster Himmelspforten

Begleitung?                  Tanja Grathwohl, Susanne Hofmann, Kerstin Reimann

Kosten?                        250,00 € Unterkunft (EZ), Verpflegung + Programm

                                     20,00 € für Material und Fahrtkosten

Anmeldung?                 bis spätestens 15.02.2017 über das Pfarrbüro St. Joseph

 

Roratemesse

Marienmessen im Advent

Neben den Adventssonntagen werden einzelne Wochentage durch die sogenannten Rorate-Messen herausgehoben.

Rorate ist das Anfangswort des Eingangsverses (Rorate caeli desuper - Tauet Himmel... Jes 45,8). Sie stellen Maria in den Mittelpunkt, die den Sohn Gottes empfangen hat. Rorate-Messen werden an den Samstagen oder an anderen Tagen bis zum 16. Dezember gefeiert.

An den letzten sieben Tagen vor Weihnachten, vom 17. bis 23., werden die O-Antiphonen gebetet oder gesungen.

Diese Messen geben dem Advent einen besonderen Charakter und wurden früher durch szenische Darstellungen wie die Begegnung Marias mit dem Erzengel Gabriel und anderen Begebenheiten der Kindheitsgeschichte aus dem Üblichen herausgehoben.

Angebote zur geistlichen Vorbereitung auf Weihnachten

Roratemessen

Am 6. und 13. Dezember in Öhringen und am 14. Dezember in Neuenstein feiern wir jeweils um 6:00 Uhr eine Eucharistie in der dunklen Kirche, die nur von Kerzen erleuchtet wird. Diese Gottesdienste haben ihren Namen vom lateinischen Eingangsruf „Rorate caeli de super“ („Tauet ihr Himmel von oben“). Nach den Roratemessen sind alle zu einem einfachen Frühstück in den Gemeindesaal eingeladen.

Friedensgebet

Immer montags um 18:00 Uhr versammeln sich Beterinnen und Beter in St. Joseph zum Gebet um den Frieden. Gerade die Adventszeit lädt dazu ein.

Friedenslicht von Betlehem

In der Vorabendmesse am 17. Dezember um 18:00 Uhr wird das Friedenslicht in die Kirche gebracht und ausgeteilt. Von dort kann es mit nach Hause genommen werden.

Buße und Versöhnung

Verschiedene Möglichkeiten laden ein, sich innerlich neu auf den Weg zu machen, auf das eigene Leben zu schauen und Versöhnung zu suchen, wo Schuld belastet.

 

Beichtgelegenheiten

- in St. Joseph samstags um 17:00 Uhr,

   am Dienstag, 20.12. von 19:00 bis 20:00 Uhr

- Beichte in polnischer Sprache am  Samstag, 17.12. von 10:00 bis 11.30 Uhr

- in der „Brücke“ am 22. Dezember um 17:30 Uhr (vor der Messe)

- in Christus König am Mittwoch, 30. November, um 18:30  Uhr (nach der Messe)

- Termine können auch mit dem Pfarrer persönlich vereinbart werden.

Angebote für das geistliche Leben

Die Gruppe „Geistliches Leben“ kam im August zu einem Planungstreffen zusammen. Dieser Gruppe gehören Pfarrer Klaus Kempter, Ursula Bomba, Elisabeth Kraus und Pastoralassistenin Theresa Stierand an.

Folgende Angebote sind geplant:

Einmal im Monat soll der Gottesdienst am Freitagabend ab 2017 als meditativer Gottesdienst gestaltet werden. Dabei soll es mehr Raum für Texte,Gedanken und Zeit zum Nachdenken und Nachspüren geben.

In der kommenden Fastenzeit wird wieder zu Exerzitien im Alltag eingeladen. An diesen können Interessierte teilnehmen, die nach einem Vorgespräch sich verbindlich für alle  Treffen anmelden.

In der Adventszeit gibt es wieder das „Lectio divina“-Projekt.

„Dem Wort auf der Spur“ – Mit Paulus durch den Advent

Das lectio-divina-Projekt des Bibelwerks

 Fünf Gruppentreffen:

Freitag, 25.11. – 2.12. – 9.12. – 16.12. – 23.12. von 19:30 bis 20:30 Uhr (Andachtsraum in der Kirche St. Joseph)

Leitung: Pfr. Klaus Kempter

maximal 15 Teilnehmer – keine Kosten

Anmeldung im Pfarrbüro (Am Cappelrain 2, 74613 Öhringen, 07941 989790, stjoseph.oehringen@drs.de)

Das Lectio-Divina-Leseprojekt „Dem Wort auf der Spur“ führt in fünf Etappen mit den Texten der zweiten Lesung (Paulus-Briefe) auf einen geistlichen Weg durch die Adventszeit. Immer vor dem jeweiligen Adventssonntag und vor Weihnachten findet ein Treffen zum Lesungstext des folgenden Sonn- oder Festtages statt. Die gemeinschaftlichen Treffen sind durch das mehrfache Lesen des Bibeltextes, Stille, Austausch und Gebet geprägt. Der biblische Text wird durch das Leseblatt von allen Teilnehmenden der Gruppe in den Alltag genommen. Es bietet verschiedene Impulse für das persönliche Weitergehen durch die Woche.

Zwischen Leben und Tod

Intensive Tage erlebten acht Männer bei den Geistlichen Tagen im Haus St. Klara in Zell am Main. „Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“ – unter diesem Motto nahmen sie in den Blick, was an Lebensfülle erlebt wird und wie der Tod ins Leben hinein reicht. Unter vielfältigen Aspekten näherte sich die Gruppe dem Thema an. Es gab Impulse zur biologisch-medizinischen Sicht des Todes und zu den Phasen des Sterbens. Musikalisch und künstlerisch regte der „Lübecker Totentanz“ zum Nach­den­ken an. Lieder aus der Romantik  führten zu einem Austausch über Tod und Todes­sehnsucht. Texte römischer Philosophen gaben Anstoß zu einer Diskussion über den Umgang mit dem Tod. Eine Lektüre biblischer Texte zeigte die Bandbreite von Aussa­gen zu Tod und Auferstehung in der Heiligen Schrift.  Sehr persönlich wurde es beim Aus­tausch über den Umgang mit dem eigenen Tod. Schließlich gab es Impulse zum christlichen Umgang mit dem Tod und zur Auferstehungshoffnung. Wie dies musika­lisch zum Ausdruck gebracht wird, konnte beim Hören verschiedener Credo-Kompo­sitio­nen erlebt werden. Abends rundeten zwei Filme das Programm ab, die sich – einmal humorvoll, einmal sehr ernsthaft - mit dem Tod beschäftigen. Mit einer Eucharistiefeier gingen die sehr intensiven Tage zu Ende, die bei den Teilnehmern sicher noch lange nachwirken.

Ein Schatz, der wieder entdeckt werden muss.

„Ein Gebet, das so einfach und gleichzeitig so reich ist, verdient es wirklich, von der christlichen Gemeinschaft neu entdeckt zu werden“, so schrieb Papst Johannes Paul II. 2002, zum Beginn des fünfundzwanzigsten Jahres seines Pontifikates. Gleichzeitig schenkte er uns den „lichtreichen“ Rosenkranz; die Geheimnisse vom öffentlichen Wirken Jesu. Am 11. Oktober 2012 hat Papst Benedikt XVI. ein Jahr des Glaubens ausgerufen, das bis zum Christkönigssonntag im November 2013 dauern wird. Der 11. Oktober ist freilich nicht willkürlich gewählt, sondern verweist auf den Beginn des II. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren, mit dem die Katholische Kirche einen Weg der umfassenden Erneuerung in Christus angestrebt hat. Er lädt die Gläubigen ein, das betende Verweilen vor Gott wieder stärker zu entdecken.

„Der Rosenkranz ist ein kontemplatives, christozentrisches Gebet und nicht von der Meditation über die Heilige Schrift zu trennen. Es ist das Gebet des Christen auf der Pilgerfahrt des Glaubens, auf der ihm Maria vorausgeht. Ich möchte euch einladen, den Rosenkranz zu beten, in der Familie, in den Gemeinschaften und Pfarreien“, so Papst Benedikt XVI.

Auch wenn der Rosenkranz vielen heute als unmodern gilt, gibt er vielen anderen wie zu allen Zeiten Ruhe, Trost und Kraft. Er wirkt wie eine Stütze, - ein Stab in Krankheit und Alter.

Wer den Rosenkranz nicht kennt oder näher kennen lernen möchte, ist am 26. Oktober um 14:30 Uhr herzlich in den Gruppenraum von der Rosenkranzgruppe um Frau Hutter eingeladen.

Fragen, zum Beispiel „Wie entstand überhaupt dieses Gebet; Wer betet es noch?“ versuchen wir auf den Grund zu gehen. Wer möchte, hat auch die Gelegenheit sich seinen eigenen Rosenkranz zu knüpfen.

Willkommen sind alle, Junge und Alte, Frauen und Männer.

Mit diesem Gebet kann man nicht früh genug beginnen.

Anmeldung bis zum 21. Oktober im Pfarrbüro (bitte mit Angabe, ob Sie selbst einen Rosenkranz knüpfen möchten).