Angebote zur geistlichen Vorbereitung auf Weihnachten

Roratemessen

Am 1., 8. und 15. Dezember in Öhringen und am 2. Dezember in Neuenstein feiern wir jeweils um 6 Uhr eine Eucharistie in der dunklen Kirche, die nur von Kerzen erleuchtet wird. Diese Gottesdienste haben ihren Namen vom lateinischen Eingangsruf „Rorate caeli de super“ („Tauet ihr Himmel von oben“). Nach den Roratemessen findet dieses Jahr aufgrund der aktuellen Lage kein Frühstück statt.

Besondere Gestaltung der Freitagsmessen

Ludwig Schönbein wird die Eucharistiefeier zum Wochenausklang (Freitag um 18 Uhr in St. Joseph) jeweils mit Impulsen und Bildern gestalten. Dazu gibt es die passende Musik.

4.12.: „Suche der Verwirrten“

11.12.: „Hingabe an Gott“

18.12.: „Treue zum Glauben“

Friedenslicht von Betlehem

Zum Redaktionsschluss war noch nicht bekannt wann das Friedenslicht in St. Joseph und Christus König ankommen wird. Beachten Sie hierzu die Vermeldungen oder die Informationen im Aushang.

Buße und Versöhnung

Verschiedene Möglichkeiten laden ein, sich innerlich neu auf den Weg zu machen, auf das eigene Leben zu schauen und Versöhnung zu suchen, wo Schuld belastet.

Beichtgelegenheiten

- in St. Joseph samstags um 17 Uhr und am Freitag, 18.12. um 18:45 Uhr

- Termine können auch mit dem Pfarrer persönlich vereinbart werden.

Bußfeier

Am Sonntag, 6. Dezember um 17:30 Uhr in Neuenstein und um 19 Uhr in Öhringen.

Engel-Worte – Da kommt was auf uns zu …

Lectio Divina-Projekt im Advent als Video-Konferenz

In meditativer Weise wollen wir vier Engel-Texte der Bibel lesen und uns darüber austauschen.

Termine: jeweils mittwochs (2., 9., 16. und 23. Dezember) um 19 Uhr als Video-Konferenz (maximal 10 Personen, Dauer: eine Stunde).

Eine Anmeldung bis 27. November im Pfarrbüro ist erforderlich. Die Teilnehmer*innen erhalten dann jeweils vor der Runde den Link per Email zugeschickt.

Wer die Texte allein zuhause lesen und meditieren möchte, kann sich im Pfarrbüro melden und sie dort abholen.

Männertage 2021

Vom 6. April bis 9. April 2021 finden wieder Männertage statt. Die Leitung hat Pfarrer Klaus Kempter und ein Team von Männern. Mehr zum Programm und den Kosten in der nächsten Ausgabe des Überblicks.

Papst: Ganzheitliche Ökologie erfordert „tiefgreifende innere Umkehr“

Es braucht dringend ein „neues und inklusiveres sozio-ökonomisches Paradigma“, das der Tatsache Rechnung trägt, „dass wir eine einzige Menschheit sind". Das bekräftigt der Papst in einer Grußbotschaft an ein internationales Umwelttreffen, das die Öko-Initiative EcoOne der Fokolar-Bewegung, das vatikanische Entwicklungsdikasterium und die weltweite katholische Klimabewegung organisiert haben.

Es sei nötig, „die Logik der Ausbeutung und des Egoismus“ zu durchbrechen, erinnerte Franziskus dabei erneut. Die Begegnung von diesem Freitagnachmittag steht unter dem Thema: „Neue Wege zu einer ganzheitlichen Ökologie: Fünf Jahre nach Laudato si’“.

Was hat Laudato si’ bewirken können?

Das Treffen, so der Papst in seiner Botschaft, gehe von einer Vision aus, die sowohl die Menschheit als auch den Schutz der Umwelt unter verschiedenen Gesichtspunkten, aber immer in Beziehung zueinander betrachte. Er dankte den beteiligten Institutionen für ihren Einsatz und erinnerte in diesem Zusammenhang an die Überzeugung der Gründerin der Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, dass die Welt „in sich ein Charisma der Einheit“ trage. Diese Überzeugung werde die aktuellen Überlegungen sicherlich leiten, zeigte sich Franziskus überzeugt.

Im Mittelpunkt der Arbeiten, die noch bis zum kommenden 25. Oktober in Castel Gandolfo laufen, steht eine Überprüfung des Einflusses, den Laudato si’ auf die gegenwärtige Gesellschaft ausgeübt hat, mit besonderer Aufmerksamkeit für die Rolle, die sowohl der Einzelne als auch soziale Gemeinschaften für die Sorge um das „Gemeinsame Haus“ spielen können.

Armut an der Wurzel bekämpfen

Die Solidarität untereinander und mit der Welt erfordere den festen Willen, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten und umzusetzen, die „die Würde aller Menschen in ihren zwischenmenschlichen, familiären und die Arbeit betreffenden Beziehungen“ unterstützen, dabei aber auch die Bekämpfung der „strukturellen Ursachen der Armut“ sowie den Einsatz für den Umweltschutz im Auge habe, so der Papst weiter.  

„Kinder der gleichen Erde, die uns alle beherbergt“

Dringend nötig sei in diesem Zusammenhang ein „neues und inklusiveres sozio-ökonomisches Paradigma“, das die Wahrheit widerspiegele, dass wir „eine einzige Menschheit“ seien, „als Weggefährten vom gleichen menschlichen Fleisch, als Kinder der gleichen Erde, die uns alle beherbergt“, griff der Papst eine Formulierung aus seiner jüngsten Enzyklika Fratelli tutti auf.

Für ein neues sozio-ökonomisches Paradigma

Das Ziel einer ganzheitlichen Ökologie erfordere eine „tiefgreifende innere Umkehr“, die sowohl den Einzelnen als auch die Allgemeinheit betreffe, unterstrich erneut Franziskus. „Während ihr die großen Herausforderungen untersucht, die wir in diesem Moment angehen müssen – einschließlich des Klimawandels, der nachhaltigen Entwicklung und des Beitrags, den die Religion in der Umweltkrise leisten kann, ist es grundlegend, mit der Logik der Ausbeutung und des Egoismus zu brechen und die Praxis eines nüchternen, einfachen und demütigen Lebensstils zu fördern“, bekräftigte der Papst mit Grundgedanken aus seiner Enzyklika Laudato si’  (vgl. 222-224). 

Umkehr eines jeden Einzelnen

Er wünsche sich, so der Papst abschließend an die Teilnehmer, dass ihre Arbeit dazu beitragen könne, dass die Menschen als „Kinder Gottes“ mehr Verantwortung füreinander und für die Schöpfung, „seine Gabe“, übernehmen. 

Bischof Bätzing kritisiert Corona-Demonstranten

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat Corona-Demonstranten kritisiert, die sich nicht an die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus halten. „Wenn bei Demonstrationen oder in der Öffentlichkeit bewusst auf das Tragen einer Maske verzichtet wird, ist die Gesundheit von Menschen gefährdet“, sagte der Limburger Bischof dem „Spiegel“ (Samstag). Verständnis habe er dafür nicht.

Die Mehrheit der Christen in Deutschland trage die Corona-Maßnahmen mit, so der Bischof weiter, betonte aber: „Es gibt sicher auch Christen, die sich ihr eigenes Weltbild zurechtzimmern. Wobei ich klar sage, wir haben einen Gott, der uns Vernunft, Verstand und Geist geschenkt hat, da ist für Verschwörungstheorien kein Platz.“

Trotz steigender Infektionszahlen rechnet Bätzing nicht mit erneuten Gottesdienstverboten. „Wir haben weitreichende Maßnahmen ergriffen, damit durch unsere Gottesdienste keine Infektionsketten entstehen, mit Erfolg.“ Das religiöse Leben sei nur mit immer wieder angepassten Maßnahmen aufrechtzuerhalten.

Mit Blick auf Weihnachten sagte Bischof Bätzing: „Weihnachten findet statt, aber anders, als wir es gewohnt sind und uns wünschen. In den Gemeinden gibt es viele kreative Ideen für einen Weihnachtsgottesdienst in Pandemiezeiten, etwa auch im Freien oder zu Hause.“ Weihnachten sei freilich auch ein „Fest der Generationen. Dabei müssen wir die Risikogruppen besonders schützen“.

Katholische Erwachsenenbildung - Wunsch nach Veränderungen

Das erste Forum Kloster Schöntal beschäftigt sich mit dem Thema Frauen in der Kirche. Teilnehmerinnen wollen sich organisieren.

Mit dem Forum Kloster Schöntal will die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Hohenlohekreis einmal im Jahr ein aktuelles Thema aus breiter Perspektive behandeln. Zum Auftakt des Formats ging es um Frauen in der Kirche. In vier Workshops konnten die Teilnehmerinnen unterschiedliche Aspekte diskutieren.

Ein Vortrag von Dr. Aurica Jax eröffnete das Forum. Die Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz skizzierte die Entwicklung der Maria-2.0-Bewegung. Sie erläuterte den Synodalen Weg und stellte dabei insbesondere die Arbeit des Forums „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ vor. Dieses wiederum ist in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt.

Diese Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Partizipation von Frauen an Ämtern und Diensten unter den gegenwärtigen Bedingungen des Kirchenrechts, mit Geschlechteranthropologie und Genderfragen sowie mit der theologischen Argumentation im Blick auf die Teilhabe von Frauen am sakramentalen Ordo, wie Jax erklärte. In ihrem Workshop las und diskutierte sie dann mit den Teilnehmerinnen den Einleitungsteil des Textentwurfs der Arbeitsgruppe zur Partizipation von Frauen an Ämtern und Diensten.

Barbara Köppen brachte in ihrem Workshop den weltkirchlichen Blick ein. Sie stellte die Situation zum Beispiel in Ländern wie Indien oder Brasilien vor. „Rom, Macht und wir“, hieß die Diskussionsrunde von Regina Nagel. „Wie lautet die Frauenfrage?“, „Mit welchem Beschluss wären sie zufrieden?“, „Was wird in zehn bis 15 Jahren anders sein als heute?“ waren die leitenden Fragen des Vortrags.

Einen ganz anderen, kreativen Zugang konnten die Teilnehmerinnen mit dem Workshop von Helga Beck wählen. Sie malten mit Acryl-Farben spontan und intuitiv, ohne konkrete Formvorgaben. 

In einer Schlussrunde trugen die einzelnen Workshop-Gruppen ihr Meinungsbild zusammen. Dabei war von Frust, aber auch von Solidarität zwischen den Frauen die Rede. Zum Schluss durften alle Teilnehmerinnen noch gemeinsam Trommeln.

Bereits seit ungefähr anderthalb Jahren trifft sich im Dekanat Hohenlohe eine etwa 20-köpfige Frauengruppe, um sich auszutauschen. Das soll nun in festere Strukturen gegossen werden. Daher ist die Gründung einer Katholischen Frauenbundgruppe Hohenlohe geplant, wie am Rande des Forums Kloster Schöntal zu erfahren war.

Dazu gibt es am Dienstag, 24. November, um 19 Uhr, einen Informationsabend im Katholischen Gemeindezentrum Ingelfingen. Die eigentliche Gründungsversammlung findet dort dann am Freitag, 29. Januar, um 18 Uhr statt. Die Initiatorinnen beschreiben sich in der Ankündigung der beiden Termine als Frauen, die ihre spirituelle Heimat im christlichen Glauben haben, sich für eine zukunftsfähige und glaubwürdige Kirche einsetzen und sich kirchenpolitisch engagieren.

Das nächste Forum Kloster Schöntal wird im Herbst 2021 stattfinden. Dann geht es um den demokratischen Grundkonsens und seine Gefährdung durch Verschwörungsmythen, wie  KEB-Leiter Roman Ecker ankündigte.

„Frauen, bewerbt Euch!“

„Mit freudigem Erstaunen“ nimmt die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) die Stellenausschreibung für eine*n Sekretär*in der Deutschen Bischofskonferenz zur Kenntnis.

„Mit allem hätte ich gerechnet, aber nicht, dass diese Stelle ausgeschrieben wird“, sagte die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Agnes Wuckelt in einer ersten Reaktion. „Diese Vorgehensweise ist ein Novum.“

Bisher war die Stelle des Sekretärs immer mit einem Priester besetzt, zuletzt Jesuitenpater Hans Langendörfer. „In der Ausschreibung sind nun erstmals ganz klar Laie*innen angesprochen“, so die kfd. Qualifikationen für das Amt sind unter anderem ein theologisches Studium, idealerweise mit Promotion und mehrjährige Leitungserfahrung vorzugsweise auf Bistumsebene und/oder bei einem Verband oder einer Organisation der katholischen Kirche.

„Ich kann nur hoffen, sie suchen mit Nachdruck nach einer weiblichen Besetzung“

„Jetzt können die Bischöfe zeigen, dass sie es ernst meinen mit Leitungsfunktionen für Frauen“, betont die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil. „Ich kann nur hoffen, sie suchen mit Nachdruck nach einer weiblichen Besetzung.“

Wenn die Anzeige in der Wochenzeitung „Die Zeit“ „keine Alibi-Anzeige“ sei, könne man die Bischöfe „zu diesem Schritt nur beglückwünschen“, so Agnes Wuckelt. „Das bestärkt uns als Frauen innerhalb der Kirche und es stärkt hoffentlich auch die, die mit uns gemeinsam den Weg der Reformen eingeschlagen haben.“

Das Purpurkreuz

Nicht zuletzt solle es aber die qualifizierten Frauen selbst ermutigen, meinen Heil und Wuckelt: „Frauen, bewerbt euch!“

Die kfd ist der größte katholische Frauenverband Deutschlands und setzt sich seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Bei den Vollversammlungen der Deutschen Bischofskonferenz und beim Synodalen Weg hat der Frauenverband das Purpurkreuz als Symbol für eine geschlechtergerechte Kirche etabliert. Zuletzt übergaben die kfd-Frauen 131.215 Unterschriften an die Bischöfe mit dem Appell, endlich den Weg für Frauen in kirchlichen Ämtern und Funktionen freizumachen.

Synodaler Weg: Jesuit warnt vor überzogenen Erwartungen

Pater Bernd Hagenkord warnt vor überzogenen Erwartungen an den Synodalen Weg zur Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland. Er denke nicht, dass dort „das eine Mittel zum Lösen aller Probleme" gefunden werde, sagte Hagenkord am Mittwoch in der Podcast-Reihe „Himmelklar - Fürchtet euch nicht!"

Wer denke, am Ende des Synodalen Weges würden vier Texte verabschiedet, „und dann wird alles gut", der irre sich, so Hagenkord, der mit der Theologin Maria Boxberg für die geistliche Begleitung der Initiative verantwortlich ist. Der Synodale Weg sei ein wichtiger Schritt zur Verständigung über drängende Probleme in der Kirche und zur Suche nach praktischen Lösungen. Aber die Herausforderungen ließen sich nicht allein damit bewältigen.

Die von den Bischöfen und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gestartete Initiative ist auf Ebene der Weltkirche bisher einmalig. Sie soll nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen und Möglichkeiten von Reformen der katholischen Kirche ausloten. Die inhaltlichen Vorarbeiten sollen vier Arbeitsgruppen leisten, die sich mit den zentralen Themen der Initiative auseinandersetzen: Macht, Sexualmoral, priesterliches Leben und Rolle der Frauen.

„Ich finde es aber gut, dass da offen darüber debattiert wird“

Zur Diskussionskultur in der Kirche sagte der langjährige Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, es sei kein Geheimnis, dass es unterschiedliche Positionen gebe. „Ich finde es aber gut, dass da offen darüber debattiert wird, dass die Gegensätze, die verschiedenen Positionen zu Wort kommen, dass man sich aneinander reiben kann". Grundsätzlich seien Konflikte nicht schlecht, „wenn man weiß, wie man sie führt." Würden sie „zivilisiert und ehrlich und erwachsen" ausgetragen, „dann darf man sich durchaus mal streiten".

Über das neue Vatikan-Dokument zum Thema Gemeindereformen äußerte sich Hagenkord vorsichtig kritisch. „Wenn ich das richtig lese, steht da drin: Das Kirchenrecht geht so, und anders geht gar nichts”, so der deutsche Jesuit. Der Text sei „verbrämt mit Papst Franziskus' Bemerkungen, die eigentlich genau das Gegenteil wollen” und daher inkonsistent, weshalb das Dokument seiner Einschätzung nach „nicht wirklich eine lange Halbwertzeit haben” werde.

„Aufmüpfigkeit würde ich es nicht nennen. Aber die Deutschen sind immer die, die sich gleich zu Wort melden“

Von der deutschen Kirche und den Deutschen herrsche im Vatikan ein komplexes Bild. „Aufmüpfigkeit würde ich es nicht nennen. Aber die Deutschen sind immer die, die sich gleich zu Wort melden, die auch eine große theologische Tradition mitbringen”. Darüber hinaus bestehe viel Lob und Anerkennung über die Spendenfreudigkeit der deutschen Kirche. „Es gibt nicht die Deutschen, es gibt auch nicht das Bild von den Deutschen”, so Hagenkord abschließend. „Aber es ist doch schon so, dass wir nicht die einzigen in der Welt sind, die entscheiden können, was hier modern und der Schritt in die Zukunft ist.”

Synodaler Weg - Bischöfe und Laien zuversichtlich

Trotz Corona-Verzögerung geht es voran beim Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland. Bischöfe und Laienvertreter haben sich zuversichtlich zu dem Reformdialog der katholischen Kirche gezeigt. Am Wochenende hatte sich das Forum zu Machtfragen in Frankfurt zu einer ersten Sitzung getroffen. Am Montag ist eine Videokonferenz des Forums zu Sexualmoral angekündigt, am 13. und 14. Juli eine Zusammenkunft des Forums zu priesterlichen Lebensformen. Diese Arbeitsgruppe will sich ebenfalls in Frankfurt treffen.

„Es gibt den erklärten Willen, die Themen gemeinsam zu diskutieren und Lösungen zu finden sowohl aufseiten der Laien als auch der Bischöfe", sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, am Sonntag im Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Positionen seien keineswegs so unverrückbar, wie sie bisweilen erschienen.
Einstellung und Stimmung bei den Teilnehmern der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem ZdK angestoßenen Initiative Synodaler Weg  bezeichnete Sternberg als weiterhin positiv. Zudem sei die Zahl der „grundsätzlichen Kritiker“ nicht größer geworden. Die fünf Regionalkonferenzen, die Anfang September wegen der Corona-Pandemie anstelle der zweiten Vollversammlung des Synodalen Weges stattfinden, könnten erste Ergebnisse „in die Synodalversammlung rückkoppeln und zur Diskussion stellen“, fügte der ZdK-Präsident hinzu.

Foren zur inhaltlichen Vorbereitung nicht ohne Kritik

Kritik gab es unterdessen am Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, der Ende Mai angekündigt hatte, sich aus der Arbeitsgruppe zur Sexualmoral zurückzuziehen. „Ich hoffe nicht, dass dieses Beispiel Schule macht, auch wenn es in gewissen Kreisen gefeiert wird“, sagte der Würzburger Bischof Franz Jung. Schwaderlapp hatte seinen Rückzug damit begründet, dass die in dem Forum mehrheitlich verfolgte Linie auf eine Veränderung der kirchlichen Sexualmoral abziele. Dieser Weg sei nicht der seine.

Die Foren sollen die Synodalversammlungen inhaltlich vorbereiten. Neben dem Forum zur Sexualmoral gibt es drei weitere Arbeitsgruppen zur priesterlichen Lebensform, zu Machtfragen und zur Rolle der Frauen in der Kirche.

Sternberg sagte zur Entscheidung Schwaderlapps: „Wenn jemand der Meinung ist, dass es keinen Veränderungsbedarf gibt, dann ist es besser, seine Mitarbeit in einem Forum zur Erarbeitung neuer Lösungen zu beenden.“ Der Weihbischof scheide jedoch nicht aus der Synodalversammlung aus.

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke mahnte unterdessen, die Zukunft der Kirche sei durch Reformen nicht automatisch gesichert. Aus der Angst, sie könne zur Sekte werden, ergebe sich der Wunsch, die Kirche für den Menschen attraktiver und anschlussfähiger an die moderne Zeit zu machen, sagte Hanke. Gesellschaftliche Anerkennung und Anzahl der Mitglieder würden jedoch keineswegs vor dem Sektendasein bewahren. Vielmehr brauche es Menschen, die die Botschaft Jesu überzeugend in der Welt leben würden.

 

Laudes gemeinsam beten in der St. Joseph Kirche Öhringen

Morgens besteht die Möglichkeit im Andachtsraum oder in der Seitenkapelle der Kirche in Öhringen die Laudes (das Morgenlob der Kirche) mitzubeten.

Von Dienstag bis Donnerstag beginnen wir um 7 Uhr, am Freitag um 7:30 Uhr.

Einmal im Monat findet das Morgenlob am Donnerstag verbunden mit einer Eucharistiefeier um 7 Uhr statt (siehe Gottesdienstplan).

Am Sonntag beten wir die Laudes um 8 Uhr.