Ökumenisches Projekt „Kreuz + mehr"

Steuerungsgruppe beendete ihre Arbeit mit einer Klausur

Die Steuerungsgruppe für den kirchlichen Beitrag auf der Landesgartenschau hat sich Anfang Februar zu einer Abschluss-Klausur in Ellwangen getroffen. Im Tagungshaus auf dem Schönenberg schaute die Gruppe auf ihre fast vierjährige Arbeit zurück, tauschte sich aus, welche Impulse „Kreuz + mehr“ der zukünftigen Ökumene in Öhring­en geben kann, und beendete mit einem Abendessen im „Stiftskeller“ die gemeinsame Zeit.

Beim Rückblick wurde die Dynamik dieses ökumenischen Projekts gewürdigt, das hohe Engagement von Ehrenamtlichen aus den verschiedenen Gemeinden und die große Vielfalt, mit der sich Kirche auf der Landesgartenschau in Öhringen präsentiert hat. Mit einem kritischen Blick wurden die Arbeitsstrukturen und die Kooperation der verschiedenen Gruppen reflektiert. Die Steuerungsgruppe diskutierte dabei auch, welche der ursprünglichen Ziele umgesetzt und welche Vorhaben nicht realisiert werden konnten. Mit Freude und positiv überrascht nahm die Gruppe zur Kenntnis, dass die Kosten für „Kreuz + mehr“ deutlich unter dem Planansatz blieben. So konnte mit den Einnahmen von rund 135.000 Euro ein Überschuss erzielt werden, der nach Abzug der noch ausstehenden Kosten in die Gemeinden zurückfließen wird bzw. für ökumenische Veranstaltungen, die in diesem Jahr bei „Kreuz + mehr“ noch stattfinden, zur Verfügung stehen kann.

Aus den Rückmeldungen der einzelnen Arbeitsgruppen und der Auswertung der Steuerungsgruppe soll nun ein umfassender Abschlussbericht verfasst werden. Ein kürzerer Bericht über „Kreuz + mehr“ soll in gedruckter Form für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die interessierte Öffentlichkeit erstellt werden.

Die Steuerungsgruppe beendete mit der Klausur ihre Arbeit. Einige der Mitglieder haben aber eine Gruppe ins Leben gerufen, in der sie innovative ökumenische Ideen entwickeln wollen, die sie in die Öhringer Ökumene einbringen möchten.

Ein Fazit stand am Ende auf jeden Fall fest: „Kreuz + mehr“ war ein Projekt, auf dem der Segen Gottes lag. So haben wir es erfahren. Die Verheißung, die uns der Regenbogen über den gerade erst gerammten Stämmen gab, hat sich erfüllt: ein großes Projekt konnte ohne Schaden durchgeführt werden, unzählige Menschen wurden durch unsere Angebote und Veranstaltungen erreicht, vielfältige Begegnungen im ökumenischen Miteinander waren möglich, die Ökumene vor Ort hat Ermutigung und Stärkung erfahren, und alle, die mitgeplant und mitgewirkt haben, hatten den langen Atem, der dazu nötig war. Wenn all das kein Zeichen ist, dass Gottes Geist wirkt.

Kreuz + mehr – eine Einordnung.

Ich habe in den letzten zwei Jahren viel Zeit für die Kirche auf der Landesgartenschau gearbeitet. Ich habe viele Stunden in Sitzungen der verschiedenen AGs verbracht. Wir haben geplant, viel besprochen, Dinge und Ideen verworfen und neue Ideen gefunden.

Und dann – im April – wurde die Landesgartenschau eröffnet. Wir waren alle gespannt, ob unsere Planungen so aufgingen, wie von uns erhofft. Und tatsächlich: Viele Veranstaltungen waren sehr gut besucht; einige bunt gemischt, andere mit Stammgästen.

Wenn ich das so beschreibe, habe ich jedoch das Gefühl, nicht den Kern von Kreuz + mehr zu treffen.

Alle Aktionen, alles Reden und Arbeiten hatte mehr als alles andere das Ziel, dass wir uns über die Konfessionsgrenzen hinweg kennen lernen. Und das ist gelungen.

Kreuz + mehr ist also in erster Linie ökumenisches Miteinander.

Aber – und das ist mir sehr wichtig – Kreuz + mehr ist nicht „die Ökumene“. Die Landesgartenschau ist vorbei und jeder geht zunächst mal in seine Gemeinde zurück.

Die Ökumene ist Aufgabe der Öhringer Kirchengemeinden. Kreuz + mehr war ein Impuls für die Ökumene. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dieser Impuls kann nun aufgenommen und fruchtbar eingesetzt werden.

Jedoch ist eine Ökumene um der Ökumene Willen nicht das, was auf Dauer halten kann. Wenn wir miteinander feiern und arbeiten wollen, dann, um voneinander zu lernen und um miteinander für christliche Werte wie Nächstenliebe einzustehen.

Die Zeit, die vor uns liegt, wird eine spannende Zeit. Ich freue mich darauf. Packen wir‘s an.

 

Herzliche Grüße

Norbert Dörrer

Dank an Norbert Dörrer

Projektstelle Kreuz + mehr endet

Von November 2014 bis Ende Oktober 2016 gab es in der Gemeinde St. Joseph eine ganz besondere Stelle: die Projektstelle für den kirchlichen Beitrag auf der Landes­gartenschau. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hatte diese 50-Prozent-Stelle bei uns eingerichtet und finanziert.

Der Diplomtheologe Norbert Dörrer hatte diese Stelle inne. Seine Aufgabe war es, die Steuerungsgruppe, besonders den Vorsitzenden Pfarrer Klaus Kempter, in der Planung, Organisation und Durchführung des kirchlichen Beitrags zu unterstützen. Norbert Dörrer hielt in dieser Zeit den Kontakt zur Landesgartenschau GmbH und übernahm zahlreiche organisatorische Aufgaben in der Geschäftsstelle, dem katholischen Pfarr­amt. Er arbeitete in verschiedenen Arbeitsgruppen und natürlich in der Steuerungs­gruppe mit. Oft war er während der Landesgartenschau auf dem Gelände von Kreuz + mehr aktiv. Im Namen der Steuerungsgruppe und aller Aktiven bei Kreuz + mehr danke ich ihm herzlich für die Übernahme all dieser Aufgaben und seinen Einsatz auf der Projektstelle des kirchlichen Beitrags.

Neben dieser Aufgabe war Norbert Dörrer als Lehrer an der Richard-von-Weizsäcker-Schule aktiv. Dort wird er auch weiterhin arbeiten. Zudem ist er durch die Übernahme der Projektstelle mit seiner Frau Miriam und den vier Kindern nach Öhringen gezogen. Als Gemeindemitglieder von St. Joseph sind Norbert Dörrer und seine Familie in ver­schiedenen Bereichen des Gemeindelebens aktiv, besonders in der Kirchen­musik. Darüber freuen wir uns natürlich und sagen auch dafür Danke.

Ein weiterer Dank gebührt an dieser Stelle unseren beiden Sekretärinnen Frau Pleyer und Frau Magiera, die während der Zeit der Vorbereitung und Durchführung von Kreuz + mehr einen erhöhten Arbeitsaufwand zu bewältigen hatten und verschiedene Aufgaben bereitwillig und geduldig übernommen haben. Vielen Dank dafür!

 

Klaus Kempter

Pfarrer und Vorsitzender der Steuerungsgruppe von Kreuz + mehr

„schön war’s"

Nach beinahe einem halben  Jahr haben am 9. Oktober die Tore der Landesgartenschau endgültig geschlossen. Den letzten Tag haben viele Menschen noch genutzt, um gemeinsam einen Abschluss zu feiern. So war der Tag auch mit Programm gespickt.

Der (wie immer) ökumenische Abschlussgottesdienst um 10:00 Uhr stand unter dem Motto „Gott aber ließ wachsen (1 Kor 3,6)“. Die etwa 730 Gottesdienstbesucher, der Chor CantUnity, der den Gottesdienst begleitete und ein Team der AG Sonntagsgottesdienst, das den Gottesdienst leitete feierten gemeinsam die Gemeinschaft, die unter den Christlichen Kirchen in Öhringen durch die Landesgartenschau gewachsen ist. Pfarrer Klaus Kempter ging in seiner Predigt auf den Bibeltext ein, indem er – genau wie Paulus damals die Korinther – die Anwesenden nicht nur lobte, sondern auch zu ernsthaftem christlichem Leben ermahnte.
Zum Schluss des Gottesdienstes wurde das Symbol von Kreuz + mehr, das in Lebensgröße auf der Bühne stand, auseinandergenommen und zu fünf Kreuzen zusammengenagelt. Diese Kreuze wurden den verschiedenen Kirchen und der Stadt und dem Landkreis, vertreten durch OB Michler und Landrat Dr. Neth, übergeben. Sie sollen auch über die Landesgartenschau hinaus Zeichen der Verbindung und der gegenseitigen Wertschätzung sein.

Die Andacht von Kreuz + mehr stand unter dem Motto „Dankbarkeit“. Es wurden dabei Gebete aus dem Gebetsstamm verlesen und ein Fahnentanz vorgeführt.

Um 17:00 Uhr dann trafen sich viele Menschen bei Kreuz + mehr für einen kurzen Abschluss, an dessen Ende 280 Ballons in den Himmel geschickt wurden. Bei warmen Getränken wurde anschließend über die wunderschönen 171 Tage gesprochen. Oft fielen die Worte „schön war’s" und „Wie geht’s weiter?"

Kreuz + mehr

Die Ideen und Anregungen, die bei der Ökumene-Werkstatt gesammelt wurden, liegen ganz in der Linie der Erfahrungen bei Kreuz + mehr. Viele Vorschläge zielen darauf, die Begegnungen zwischen den Konfessionen und das gegenseitige Kennenlernen weiter­zuführen. Betont wurde, dass weiterhin Projekte gemeinsam vorbereitet und durchge­führt werden sollen. Der Aufbau einer gemeinsamen Plattform, jährliche Festivals oder weitere ökumenische Gottesdienste an einem „neutralen Ort“ waren konkrete Ideen. Eine Arbeitsgruppe aus den Mitgliedern des Ökumenischen Ausschusses und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kreuz + mehr soll nun beraten, wie die Impulse und Anregungen aus dem gemeinsamen Miteinander bei der Landesgartenschau die zukünftige Ökumene in Öhringen weiterentwickeln können.

 

 

Die Landesgartenschau geht zu Ende "Kreuz + mehr wirkt weiter"

Am 9. Oktober schließt die Landesgartenschau in Öhringen ihre Tore. Um 10:00 Uhr feiern wir auf der Sparkassenbühne einen ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss. Musikalisch wird er von CantUnity gestaltet. Um 15:00 Uhr findet die letzte Andacht (während der Laga-Zeit) bei Kreuz + mehr statt. Sie steht unter dem Motto „Dankbarkeit“. Danach soll es noch einen Abschlussevent für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben.

Am 8. Oktober findet um 16:00 Uhr eine Versteigerung des beweglichen Materials von Kreuz + mehr statt. Wer sich für die Hocker, Bänke,Biertischgarnituren, Verstärkeranlage mit Boxen, Schränke, Sonnen­schirme etc. interessiert, ist herzlich eingeladen mitzusteigern. Die Gegenstände können dann am 13. 10. von 8-12 Uhr und am 14.10. von 14-18 Uhr abgeholt werden. Der Versteigerungserlös kommt dem kirchlichen Beitrag von Kreuz + mehr zu Gute.

 Der Ort von Kreuz + mehr soll zumindest für ein Jahr noch weiter bestehen. Mit der Stadt und der Landesgarten­schau GmbH wurden diesbezüglich verschiedene Fragen geklärt. Der Förderverein wird dann für die Nutzung des Ortes verantwortlich sein. Veranstaltungen der einzelnen Kirchengemeinden und vor allem ökumenische Termine können dann an diesem gemeinsamen Ort stattfinden.

Wie die Erfahrungen bei Kreuz + mehr weiterwirken und für die Ökumene in Öhringen fruchtbar gemacht werden können, darüber haben Mitglieder der Kirchengemeinde­räte, der Steuerungsgruppe und der Arbeitsgruppen bei der „Ökumene-Werkstatt“ am 13. September beraten. Pfarrer Klaus Kempter führte zu Beginn die vielfältigen Aktivitäten vor Augen, die in den vergangenen Jahrzehnten in der Ökumene entwickelt und durchgeführt wurden. Viele diakonische Projekte (wie z. B. die Öhringer Tafel oder der Krankenhaus-Besuchsdienst) sind in ökumenischer Trägerschaft. Es gibt traditio­nelle gemeinsame Gottesdienste. Auf der Ebene der Leitungen (Haupt- wie Ehrenamt­liche) finden regelmäßige Treffen statt. Im Leben der Stadt sind die Kirchen am Volks­trauertag, beim Reichspogromnachtgedenken oder bei öffentlichen Anlässen als verlässliche Partner präsent.

Die Ideen und Anregungen, die bei der Ökumene-Werkstatt gesammelt wurden, liegen ganz in der Linie der Erfahrungen bei Kreuz + mehr. Viele Vorschläge zielen darauf, die Begegnungen zwischen den Konfessionen und das gegenseitige Kennenlernen weiter­zuführen. Betont wurde, dass weiterhin Projekte gemeinsam vorbereitet und durchge­führt werden sollen. Der Aufbau einer gemeinsamen Plattform, jährliche Festivals oder weitere ökumenische Gottesdienste an einem „neutralen Ort“ waren konkrete Ideen. Eine Arbeitsgruppe aus den Mitgliedern des Ökumenischen Ausschusses und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kreuz + mehr soll nun beraten, wie die Impulse und Anregungen aus dem gemeinsamen Miteinander bei der Landesgartenschau die zukünftige Ökumene in Öhringen weiterentwickeln können.