Zuhause Gottesdienst feiern

Mein Sonntagsevangelium: Kümmern wir uns umeinander!

In den Zeiten von Corona müssen wir auf vieles verzichten, doch auf eines nicht: Die Sorge umeinander. Wir müssen uns umeinander kümmern. Das fordert Jesus im heutigen Sonntagsevangelium und das bleibt wesentlich in unserer Gesellschaft,

Predigt: Christkönigsonntag – 21./22.11.2020

Zukunftsperspektiven

● Bei der Abstimmung um das EU-Klimagesetz im Europäischen Parlament haben die Abgeordneten im Oktober für ein neues Klimaziel votiert: Bis 2030 soll ein Minus von 60 Prozent der CO2-Emissionen erreicht werden. Dagegen sagt der Manage-ment- und Klimastratege Jørgen Randers zusammen mit einem Forscherkollegen voraus, dass 2500 die Erderwärmung bei etwa plus drei Grad im Vergleich zur vorin-dustriellen Zeit liegen werde.1 Und Astrophysiker berechnen, dass nach rund 900 Millionen Jahren, von jetzt an, die Durchschnittstemperatur auf unserer Erde von gegenwärtig 15 auf 30 Grad Celsius angewachsen sein wird. Für ein solches Szenario sagen die Biologen das Ende allen höheren Lebens voraus.2
● 2030 – das ist vorstellbar. In 10 Jahren ist das. Das betrifft noch unser eigenes Leben, so hoffen wir zumindest. 2500 – das ist schon recht weit weg. 500 Jahre! Aber da werden kommende Genrationen noch hier auf der Erde leben. Sie werden einmal auf uns zurückschauen, wie wir heute auf die Menschen damals in der Reformationszeit. 900 Millionen Jahre – das sprengt unser Vorstellungsvermögen. Das Leben auf der Erde wird einmal vergehen, der Erdball verglühen. Das sagt die Wissenschaft. Doch lässt uns das eher kalt. Es beunruhigt uns jedenfalls nicht sehr. Vielleicht ist es sogar ein Trost. Letztlich liegt sie doch nicht ganz in unseren Händen, die Zukunft der Erde und der Menschheit.
● Zukunftsperspektiven, Zukunftsprognosen sollten etwas mit der Gegenwart zu tun haben. Sonst sind sie irrelevant für uns heute. Der Blick in meine Zukunft, darauf, dass ich mal in Rente gehe, krank oder pflegebedürftig werden kann und sterben werde, treibt mich zur Vorsorge. Ich schließe Versicherungen ab, lege mein Geld an, sofern ich das kann, mache ein Testament. Der Blick in die nächsten Jahrzehnte unserer Welt, darauf, wie sich die Zahl der Weltbevölkerung entwickelt oder das Klima sich verändert, fordert uns heraus und lässt uns aktiv werden: Politiker, Wissenschaftler, Klimaaktivisten – und uns persönlich, wenn wir unseren Lebensstil aus Verantwortung für die kommenden Generationen verändern. Aber Tausende und Millionen Jahre hinausschauen, das ist wohl nur für Wissenschaftler interessant, aber hat keine große Auswirkung auf unser Leben hier und jetzt.
● Oder doch? Schauen wir einmal auf die Zukunftsperspektiven, die uns die Lesun-gen am heutigen Christkönigssonntag bieten. Da ist die erste Lesung. Ein propheti-scher Text, der das Versagen der Führungsschicht im Blick hat. Ezechiel schaut in die Zukunft. Nicht in eine weit entfernte, sondern eine, die die Schwachen, um ihr Recht Gebrachten und Ausgebeuteten noch erleben sollen. Er verbindet diese Hoff-nung mit Gott, der sich selbst kümmern und für seine Herde sorgen wird. In dieser Linie verkündet später Jesus das Reich Gottes, das mit ihm anbricht und immer wieder erfahrbar wird, wo Menschen zur Umkehr und zu einem neuen Handeln bereit sind.
Dann ist da die Rede vom Gericht des Menschensohnes, die wir in unserem Glauben mit dem so genannten Jüngsten Gericht in Verbindung bringen. Diese Bibelstelle und die daraus entstandenen markanten, teilweise bedrohlich wirkenden Bilder mit Ge-richtsengel, Dämonen und Höllenschlund haben nicht nur zu einem guten Handeln motiviert. Sie haben auch Angst gemacht und Menschen den Blick auf den gerechten und barmherzigen Gott verstellt. Ich bin überzeugt, das war nicht die Absicht Jesu. Wohl aber den Menschen deutlich zu machen, dass ihr Leben einmalig ist und damit
  1In einer am 12.11.2020 im Fachjournal "Scientific Reports" veröffentlichten Studie.
  2www.welt.de/geschichte/article160660253/Wann-die-Sonne-uns-Menschen-endlich-ausschaltet.html
auch die Chance, in diesem Leben Gutes zu tun. Lebt so, dass ihr auf die rechte Seite gerufen werdet. Achtet darauf, wo ihr den geringsten Brüdern und Schwestern nahe sein könnt. Nicht euer Lippenbekenntnis zählt vor Gott, sondern eure Liebe. Sein sehnlichster Wunsch ist es, allen Menschen sagen zu können: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz.“
Damit kommen wir zur Lesung aus dem ersten Korintherbrief. Diese Zukunftsper-spektive scheint so weit weg wie die 900 Millionen Jahre der Astrophysiker. Paulus redet von dem, was noch aussteht, davon, wie sich die Gottesherrschaft vollenden wird. Und sagt: Nach der Auferstehung der zu Christus gehörenden „kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.“ Damit ganz am Ende dieser Weltzeit jede gottfeindliche Macht, allen voran der Tod, überwunden und „Gott alles in allem sei“. Damit findet diese Welt mit all ihrer Vergänglichkeit und all ihrem Dunkel dort ihr Ziel, wo sie auch ihren Anfang genommen hat: in Gott, der sie durch sein Wort erschaffen, in Christus erlöst und durch ihn zur Vollendung geführt hat.
● Bewegt Sie das? Oder was bewegt Sie mehr? Die naturwissenschaftliche Erkennt-nis, dass in vielleicht 900 Millionen Jahren das Leben auf dieser Erde erlöschen wird? Oder die von Paulus ins Wort gebrachte Glaubensüberzeugung, dass am Ende der Zeit die Welt und wir mit ihr in Gott hinein vollendet werden? Die Frage, ob bis 2500 die Erderwärmung verlangsamt werden konnte? Oder die von Jesus verkünde-te Botschaft, dass Gott mich nach meinem Tod fragen wird, was ich aus meinem Leben gemacht habe und wie ich ihm in den geringsten Brüdern und Schwestern begegnet bin? Die Frage, ob wir bis 2030 den CO2-Ausstoß radikal reduziert haben? Oder wie Gott durch sein Wort für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt sorgen wird? Ich denke, es ist gut, wenn uns beide Zukunftsperspektiven bewegen, die wissenschaft-liche und politische und die aus dem Glauben gewonnene. Für die nahe Zukunft motivieren uns beide zum Handeln und zeige ganz konkret, was wir tun können – mit unseren Möglichkeiten und mit Gottes Kraft. Weiter hinaus geschaut führen uns beide unsere Verantwortung vor Augen – für die kommenden Generationen und vor Gott, unserem Schöpfer, den wir im Tod Rechenschaft geben werden. Und an den Rand unserer Erkenntnis blickend zeigen uns beide, dass diese Welt auf ein Ende zugeht – im Verglühen unseres Planeten und in der Vollendung, die Gott schenken wird. Das Christkönigsfest feiern heißt für mich, die Zukunft in den Blick zu nehmen, so, dass dieser Blick mich zu einem handelnden, einem sich seiner Verantwortung bewussten und einem vertrauensvoll lebenden Menschen macht. Letzteres kann allerdings wissenschaftliche Zukunftsforschung allein nicht schenken. Dazu hilft uns aber unser Glaube.


Pfarrer Klaus Kempter

Unser Sonntag: Heilige als Vorbilder

Pfarrer Stephan Rüssel stellt uns in der Betrachtung zur Bergpredigt das Leben der Heiligen als "Betriebsanleitung" auf dem Weg zu unserer persönlichen Heiligkeit vor. Katharina von Siena habe beispielsweise gesagt: Sei so, wie Gott dich gewollt hat und du wirst die Welt in Brand setzen. Dieses Feuer, so der Priester, ist der Heilige Geist.

Pfarrer Stephan Rüssel

Mt 5, 1-12A

Allerheiligen

„Die Menschen werden als Originale geboren, die meisten sterben als Kopien.“ Sicherlich kennen Sie diesen Spruch. Und tatsächlich drängt sich mir der Eindruck auf, dass zwar alle Menschen individuell leben wollen, tatsächlich aber immer mehr zu Kopien werden. Sie beugen sich dem Diktat der Mode, sie kaufen, was die Werbung anpreist und sie denken und meinen das, was die Medien ihnen zu Denken und Meinen vorgeben.

Vor einiger Zeit, da stand ich vor einer Schulklasse der Oberstufe. Mein erster spontaner Eindruck war: die jungen Damen sehen irgendwie alle gleich aus. Fast alle trugen Jeans, ein T-Shirt, dass sich weitgehend nur in den Farben unterschied, und bei den Haaren herrschten 3 Frisuren vor. Vor allem fiel mir auf: alle Mädchen hatten im Grunde dasselbe Make-up und sahen sich dadurch sehr ähnlich. Ein Lehrer erklärte mir später, das hänge damit zusammen, daß die ganze Klasse denselben „Influenzern“ bei YouTube folge, auch was die Kosmetik angehe. All diese jungen Damen wollen sich mit Sicherheit originell und individuell geben: tatsächlich aber leben sie als Kopien.

„Wir sind nicht nur als Originale geboren: durch die Taufe sind wir auch gerufen in unserem Leben das zu werden, so zu werden, wie Gott uns gewollt hat.“

„Die Menschen werden als Originale geboren, die meisten sterben als Kopien“. Wir sind nicht nur als Originale geboren: durch die Taufe sind wir auch gerufen in unserem Leben das zu werden, so zu werden, wie Gott uns gewollt hat. Der heilige Ignatius von Loyola hat es auf den Punkt gebracht, als er schrieb: „die wenigsten Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen will, wenn sie nur wollten“. Und die heilige Katharina von Siena hat dazu geschrieben: “Sei so, wie Gott dich gewollt hat und du wirst die Welt in Brand setzen.” Mit dem "Welt in Brand setzen, meint sie das Wort unseres Herrn Jesus Christus: “Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ Dieses Feuer ist also der Heilige Geist.

Heilige sind Modelle des Christseins

So sein wie Gott uns gewollt hat, wie geht das? Gibt es da eine Betriebsanleitung? Ja, die gibt es. Allerdings nicht in der Form eines Faltblattes oder eines Heftes. Es gibt sie in der Form lebendiger Vorbilder. Nämlich unserer Heiligen, aller Heiligen, deren Fest wir heute begehen. Die Heiligen in der Kirche sind so etwas wie Modelle des Christseins, sind eine praktische Betriebsanleitung. Und zwar nicht in der grauen Theorie, sondern in der anschaulichen Praxis christlichen Lebens. Also Modelle des Christseins zum Anfassen.

Kein Heiliger gleicht dem anderen. Jeder Heilige hat ein ganz persönliches Gepräge. Ihr Lebensschicksal war zwar meist von ganz besonderen, nicht wiederholbaren Lebensumständen geprägt. Und doch leuchtet in jedem Heiligen Christus als die Mitte seines Lebens und Sterbens auf. Schaut man auf das Antlitz eines Heiligen, so erblickt man in jedem von ihnen auf dem Grunde ihres Lebens nämlich Christus selbst. Darum sind die Heiligen so etwas wie gelebtes Evangelium. Sie sind der wichtigste Kommentar zum Evangelium. Und der kann völlig verschieden aussehen.

Die Heilige Katherina als Beraterin von Päpsten

Nur zwei kleine, kurze Beispiele: die heilige Katharina von Siena, geboren 1347 und gestorben im Jahre 1380, war das 23. Kind eines armen Färbers. Sie mahnte die Päpste, die sich in der sogenannten babylonischen Gefangenschaft in Avignon befanden, nach Rom zurückzukehren,
Geld, Luxus und Pracht zu entsagen und wieder Diener und Hirten der Kirche zu sein. Und tatsächlich: die Päpste kehrten zurück nach Rom und versuchten, mit der Reform der Kirche ernst zu machen.

Der Heilige Konrad von Parzheim als Pförtner

Völlig anders dagegen verlief im Gegensatz dazu, das Leben des Heiligen Konrad von Parzheim. Geboren im Jahre 1818 und gestorben im Jahre 1894 im bayerischen Altötting, versah er 41 Jahre lang den Dienst an der Pforte des dortigen Kapuzinerklosters.
Er verband unermüdlichen Gebetseifer mit steter Dienstbereitschaft und aufopfernder Liebe für Wallfahrer, Wanderer und Arme.

So unterschiedlich das Leben der Heiligen Katharina von Siena und des Heiligen Konrad von Parzheim verlief: das eine im Rampenlicht der Öffentlichkeit, das andere in der Verborgenheit des Klosters – das Leben von beiden war gelebtes Evangelium, das Leben von beiden war ein Weg in der Nachfolge Christi. Sie waren so, wie Gott sie gewollt hat. Sie waren also keine Kopien, sondern Originale.

„Sie waren so, wie Gott sie gewollt hat.“

Wir verbinden mit den Heiligen oft die Vorstellung einer Ausnahme. Das neue Testament hingegen meint mit den Heiligen den Christen ganz allgemein. „Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen”, so schreibt uns der heilige Paulus. Dieser Anspruch Gottes gilt jedem Getauften. In der Taufe wurden wir Christus gleichgestaltet, wurden wir Kinder Gottes, wurden wir Söhne und Töchter Gottes. Das heißt, wir sollen dem göttlichen Ruf zur Heiligkeit mit unserem ganzen Leben antworten. „Ich ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging“, so mahnt uns der heilige Paulus.

Den Weg zu diesem Leben weist uns unser Herr Jesus Christus im heutigen Evangelium selbst. „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ „Selig die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ „Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.“

Selig sind die, die in die Fußstapfen Jesu treten

Zunächst aber ist klar: der Arme wird nicht deshalb selig gepriesen, weil er arm ist, und der Verfolgte nicht deshalb, weil er verfolgt wird. Nur derjenige Arme ist selig, der arm ist, weil Christus arm war. Nur derjenige Verfolgte ist selig, der um Christi willen verfolgt wird. Der sich verfolgen lässt, weil Christus verfolgt wurde. Selig sind also die, die in die Fußstapfen Christi treten, die Christus nachfolgen, die so leben wollen, wie Er gelebt hat.
Der heilige Franziskus lebte beispielsweise arm, weil auch Christus arm gelebt hat. Er hätte auch ein Leben in großen Wohlstand führen können.

Aber es ist wohl auch so: kein Mensch wird in allen Bereichen, die im heutigen Evangelium genannt werden, so leben können, wie Christus es getan hat. Und wenn wir uns die Lebensgeschichten der Heiligen ansehen, werden wir feststellen, dass dies wohl auch kein Heiliger getan hat. Wir werden eher feststellen, dass die Heiligen in der Regel Christus ganz besonders in einem Teilbereich nachgefolgt sind. Das aber dann bis zur äußersten Konsequenz. So haben wir heilige Märtyrer, die sich verfolgen ließen „um der Gerechtigkeit willen“, weil Christus ungerecht verfolgt wurde. Und so haben wir heilige Nothelfer, die barmherzig waren, weil auch Christus barmherzig war. So haben wir Heilige, die in Armut lebten, weil auch Christus arm gelebt hat und Besitzlosigkeit gefordert hat. Wir haben sogar heilige Könige und Kaiser, die gerecht waren, weil auch Christus gerecht war.

Wir können mit unseren menschlichen Möglichkeiten Christus nicht in allen Bereichen Seines Lebens nachfolgen. Aber wir können es mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat, mindestens in einem, manchmal auch mehreren Bereichen, die in den Seligpreisungen der Bergpredigt genannt werden, Christus konsequent nachahmen. Jeder von uns ist gerufen, den Bereich zu suchen und zu finden, in dem er Christus mit ganzer Hingabe, d. h. mit äußerster und letzter Konsequenz nachfolgt. Die einen vielleicht mehr im karitativen Bereich, die anderen vielleicht mehr auf dem Weg der Glaubensverkündigung, die anderen vielleicht mehr im Gebet. Für jeden von uns gibt es einen Weg der Nachfolge Christi, sprich: einen Weg heilig zu werden.

Streben nach Heiligkeit ist ein Abenteuer

In die Nachfolge Christi treten, in die Fußstapfen Christi treten, dass ist eines der letzten großen Abenteuer in unserer Welt, die das Leben nach allen Seiten hin absichern will. Und das gilt nicht nur für Priester und Ordensleute, sondern für jeden Getauften. Ein konsequentes Leben in der Nachfolge Christi trifft heute schnell auf heftigen Widerstand. Sprich: als Original zu leben, so wie Gott einen gewollt hat, kostet etwas. Diese Kosten aber sind immer geradezu lächerlich im Vergleich zu dem, was wir erhalten: „Freut euch und jubelt: denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.“

„Die Menschen werden als Originale geboren, die meisten sterben als Kopien“. Das Leben in der Nachfolge Christi, das daraus folgende Streben nach Heiligkeit, - also sein zu wollen wie Gott uns gewollt hat, - es bewahrt uns davor, als Kopien zu sterben. Wenn wir die Seligpreisungen der Bergpredigt, die wir im heutigen Evangelium hörten, leben, dann bleiben wir immer ein Original.

Erntedankaltar und Blumenschmuck Oktober 2020

Die Stärke der kleinen Madonna

Große Wunder werden der kleinen Holzfigur der Mutter Gottes mit ihrem Kind in der Rottenburger Weggentalkirche zugeschrieben. Jahrhunderte lang pilgerten zigtausende Gläubige dorthin in der Hoffnung, selbst ein Wunder zu erleben oder jedenfalls ein bisschen von der Kraft der Mutter Gottes zu erleben. Eckhard Raabe hat der Stärke der kleinen Madonna nachgespürt.

Du bist der Sohn des lebendigen Gottes

Pater Norbert Johannes Hofmann erläutert in dieser Betrachtung zum Sonntagsevangelium auch die Rolle Jesu in den monotheistischen Religionen. Jesus wurde als Jude geboren und lebte und starb als Jude. Die alles entscheidende Frage aber ist: Wer ist Jesus für mich?

P. Dr. Norbert Johannes Hofmann

Mt 16, 13-20

„Wer ist denn eigentlich dieser Jesus von Nazareth?“ Unter diesem Blickwinkel könnte man alle vier Evangelien lesen, denn immer wieder geht es darum, die wahre Identität Jesu darzustellen, aufzudecken oder sie auch zu verhüllen. Diese Art von Literatur ist einzigartig, denn es geht nicht primär um eine historische Biographie eines bedeutsamen Menschen, sondern um Geschichten, die im christlichen Glauben geschrieben wurden und wiederum zum Glauben an Jesus Christus hinführen wollen. Es handelt sich in diesem Sinne um eine Art von Bekenntnisliteratur im jüdischen Umfeld, die auf bereits vorhandene Denkkategorien und Verhaltensmuster zurückgreift.

Man muss sich die Zeit Jesu so vorstellen: Da waren als Besatzer im Land die Römer, die die Macht ausübten und alles kontrollierten. In den religiösen Dingen konnten die Juden allerdings selbst schalten und walten, wie sie wollten, sofern dadurch keine Unruhen oder Aufstände entfacht wurden. In einer derart bedrängten und bedrängenden Zeit hatte man die Erwartung, vom römischen Joch bald befreit zu werden und zur vorher ausgeübten staatlichen Selbständigkeit zurückzukehren. So gab es auf der einen Seite Leute, die mit der römischen Besatzungsmacht friedlich zusammenarbeiteten, sie zumindest tolerierten, weil sie eben sonst keine Alternative sahen. Auf der anderen Seite aber gab es auch Leute, die verdeckt oder offen Widerstand leisteten, bis hin zu bewaffneten Milizen, die den Römern regelmäßig das Leben schwer machten.

Jesus lebte in einer aufgeheizten Zeit

Es war also eine aufgeheizte und aufgepeitschte Zeit, und das schlug sich natürlich auch im religiösen Leben nieder. So erblühte beispielsweise das Phänomen der Apokalyptik, die Erwartung, dass verborgene Dinge offenbar werden und sich das Ende der Weltenzeit näherte, sich also Gott als Herrscher selbst machtvoll gegen alle Widerstände durchsetzen wird. In diesem Zusammenhang ist eben die Messiaserwartung zu nennen: Am Ende der Tage tritt der von Gott bevollmächtigte Messias auf, um die Stämme Israels zu sammeln und dem Anbruch des endgültigen Reiches Gottes zum Durchbruch zu verhelfen. Diesbezüglich gab es zur Zeit Jesu ganz verschiedene Messiaserwartungen: Manche Gruppen erwarteten einen königlichen oder priesterlichen Messias, andere einen prophetischen, wieder andere, wie die Gemeinde von Qumran, eine jüdische Sektengemeinschaft, die sich am Toten Meer niedergelassen hatte, gingen davon aus, dass sogar mehrere Messiase mit unterschiedlichen Funktionen auftreten werden.

Der Menschensohn und die Erwartung der Endzeit

In diese geschichtliche Situation müssen wir das Messiasbekenntnis des Petrus einordnen, von dem wir im heutigen Evangelium hören. Jesus fragt seine Jünger in Cäsarea Philippi, das ganz im Norden Galiläas gelegen ist, für wen die Leute den „Menschensohn“ halten. Damit meint er offensichtlich sich selbst, denn Jesus spricht in den Evangelien des Öfteren von sich selbst als dem „Menschensohn“, während ihm andere Titel nur von anderen zugeschrieben werden. Im Alten Testament ist „Menschensohn“ in den frühen Schriften eine hebräische Ausdrucksweise, die in poetischer Sprache gern als Umschreibung für „Mensch“ gebraucht wird, häufig im Sinne von kleines und schwaches Wesen. Allerdings spricht das späte Buch Daniel auch von einem wie einen „Menschensohn“, der am Ende der Tage mit den Wolken des Himmels kommt (vgl. Dan 7,13-14). Diese Figur ist natürlich klar mit den Erwartungen der Endzeit verbunden. Ob bei der Frage Jesu an seine Jünger, für wen die Leute den „Menschensohn“ halten, auf diesen endzeitlichen Kontext angespielt werden soll, ist hier nicht ganz klar.

„Nach jüdischer Auffassung wird in der Endzeit ein Prophet wie Mose erstehen“

Offenkundiger ist allerdings, dass die Antwort der Jünger sich daran anlehnt, dass nach jüdischer Auffassung in der Endzeit ein Prophet wie Mose erstehen wird, auf den das Volk hören soll (vgl. Dtn 18,15.18). Die Jünger meinen nämlich, die Leute würden Jesus für einen Propheten halten. Dabei werden drei Namen genannt: Johannes der Täufer gilt als ein unbequemer Mahner, der als Zeichen des nahenden Reiches Gottes zur Busstaufe aufruft und als Scharnier zwischen Altem und Neuem Testament gilt; Elija steht in radikaler Weise für die Verehrung des einen und einzigen Gottes Jahwe und soll am Ende der Tage als Vorläufer des Messias wiederkommen; Jeremia erlebt die Zerstörung des ersten Tempels, den Verlust der politischen Selbständigkeit Israels, den Niedergang des Königtums, verweist aber auch auf hoffnungsvollere Tage. Alle drei Propheten haben irgendwie mit der Endzeit zu tun, so dass die Einordnung der Figur Jesu genau in diesem Horizont geschieht.

Die Evangelien wollen die göttliche Vollmacht Jesu aufweisen

Nun aber wird Jesus sehr direkt und fragt die Jünger selber: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ (Mt 16,15) Und dann kommt der große Paukenschlag des Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16). Damit trifft er den Nagel auf den Kopf, qualifiziert Jesus als Messias und endzeitlichen Heilsbringer, der von Gott selbst autorisiert ist, mehr noch, der selbst der „Sohn des lebendigen Gottes“ ist. Diese Einsicht kann keine rein menschliche sein, sie ist durch Offenbarung des himmlischen Vaters vermittelt, denn vor Petrus steht ein Mensch, der aber mehr ist als ein „Menschensohn“. Und um dieses „Mehr“ drehen sich eigentlich alle Evangelien, sie sind Identitätsgeschichten, wollen die göttliche Vollmacht Jesu aufweisen, seine unverbrüchliche Nähe zu Gott, seinem Vater. Als Konsequenz aus dem Messiasbekenntnis bekommt der Fischer Simon, Sohn des Jona, einen neuen Namen: Er wird zu Petrus, dem Felsen, auf den der Herr seine Kirche bauen will. Und so wird ihm die Schlüsselgewalt über diese Kirche verliehen, die seine Vorrangstellung zum Ausdruck bringt. Diese lässt sich in den Evangelien auch daran ablesen, dass er in den Apostellisten immer als erster genannt wird.

„Die berühmte Frage Jesu an seine Jünger „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ hallte durch die Jahrhunderte der Kirchengeschichte“

Die berühmte Frage Jesu an seine Jünger „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ hallte durch die Jahrhunderte der Kirchengeschichte und wurde immer wieder neu im entsprechenden geschichtlichen Kontext beantwortet. In den ersten Jahrhunderten der frühen Kirche gab es ein Ringen um die Person Jesu, das dazu führte, sowohl seine menschlichen als auch göttlichen Qualitäten festzustellen. Eine Person mit zwei Naturen sei der „Sohn Gottes“, einer menschlichen und einer göttlichen, die miteinander „unvermischt und ungetrennt“ im Verhältnis stünden. Man suchte nach dem „historischen Jesus“ und stellte ihm den „auferstandenen und erhöhten Christus“ entgegen. Man sah in ihm einen Sozialreformer, einen Kämpfer für die Armen und Ausgegrenzten.

Das Trennende zwischen Judentum und Christentum

Das Judentum allerdings distanzierte sich immer mehr von seinem vielleicht berühmtesten Sohn, denn Jesus war als Jude geboren, hat als Jude gelebt und ist als Jude gestorben. In ihm den Messias Israels und den Sohn des lebendigen Gottes zu sehen, das war und ist dem Judentum bis heute nicht möglich. Wie die Figur Jesu betrachtet wird, ob als Messias Israels, Mensch gewordener Gott und Sohn Gottes oder als einfacher Sohn Israels und vielleicht als ein jüdischer Rabbiner, das stellt bis heute das grundsätzlich Trennende zwischen Judentum und Christentum dar. Insofern hatte nach Lk 2,34 der greise Simeon bei der Darstellung Jesu im Tempel Recht, als er ausrief: „Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird“, während er von ihm zuvor als ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Herrlichkeit des Volkes Israel bezeichnet wird (vgl. Lk 2,32).

Die Rolle Jesu im Koran

Auch im Islam spielt Jesus eine gewisse Rolle, denn im Koran wird er als einer der vielen Propheten erwähnt, wobei natürlich kein Zweifel daran bestehen kann, dass Mohammed als der letzte Prophet Gottes angesehen wird, der den Willen Gottes authentisch wiedergibt. Es wird davon ausgegangen, dass im Koran die Worte Gottes eins zu eins verschriftet wurden, also jedes Wort von Gott direkt eingegeben ist. Jesus ist dort eine rein menschliche Gestalt, auch wenn er als Prophet eng mit Gott in Verbindung steht. Dass Jesus als Messias Israels der Sohn des lebendigen Gottes ist, dieses Bekenntnis ist keinem Moslem abzuringen. Wieder scheiden sich die Geister an der Beurteilung der Gestalt Jesu. So ist Jesus als der Messias das Trennende und Unterscheidende im ehrlichen interreligiösen Dialog.

Wer ist Jesus für mich?

An mich selber wird heute diese Frage herangetragen: „Wer ist dieser Jesus, für wen halte ich ihn?“ Wie jeder von uns seinen Glauben vor den anderen bekennt und ihn lebt, das gibt darüber Aufschluss, was er von Jesus hält, was er für ihn bedeutet. Ist er für mich wirklich der von Gott vollmächtig Gesandte, der dessen Willen für mich offenbart? Ist er für mich der Messias, also der von Gott Autorisierte, der am Ende der Tage auf den Wolken des Himmels wiederkommt, wenn alle Zeit gemessen ist? Ist er für mich der Sohn Gottes, der das Reich Gottes durch sein Auftreten verkündet und mich in Gottes Nähe bringt? Ist er für mich der Heilbringer, der Heiland und Retter, der am Kreuz für mich gestorben ist, um mir ewiges Leben zu erwerben? Ist er meine Liebe, an dem ich mich in den Nöten meiner irdischen Existenz festhalten kann, auf den ich bauen und vertrauen kann? Ist er für mich meine Hoffnung, die mich über den Augenschein des irdischen Alltags hinausträgt und mir den Himmel öffnet?

Dem Leben vertrauen

Die Tugenden, die jeder in dieser Zeit des Corona-Virus braucht, sind Geduld und Vertrauen. Wir wollen wissen, dass jemand uns versteht, während wir versuchen zu verstehen, was geschehen wird. Das braucht aber eben seine Zeit – und damit auch Geduld. Dass diese sehr menschliche Frage nach dem Verstehen der eigentliche wunde Punkt im Lockdown ist, spüren viele Menschen.
Der Mai als Marienmonat kann auf diese Frage seine ganz eigene Antwort geben. Er verweist besonders auf die Got-tesmutter, die nicht nur geduldig war, sondern Gottes Anruf ganz besonders vertraut hat. Gleichsam mit kindlichem Ver-trauen dürfen Menschen sich deshalb in den Armen der Got-tesmutter geborgen wissen. Denn sie zeigt uns, dass Gott uns auch in dieser Zeit nicht allein lässt. Ihre Arme sind auch die Arme Gottes, der uns trägt und hält.
Es wird Höhen und Tiefen geben. Es wird Zeiten der Hoffnung aber auch der Verzweiflung geben. Das Corona-Virus wird nicht gleich verschwinden. Wir alle sind langfristig davon betroffen. Trotzdem brau-chen wir nicht ängstlich zu sein. Selbst wenn wir momentan nicht genau wissen, wie es weitergehen wird.
Das Bild „unserer“ Stuppacher Madonna hat dabei etwas sehr Tröstliches. Das Licht kommt oben links von Gott selbst, der trotz allem, was passieren mag, unser Vertrauen rechtfertigt. In Maria im Vorder-grund bekommt dieses Vertrauen ganz konkret Gestalt. Wie das Kind dürfen auch wir uns getragen und gehalten wissen – egal, was passiert. So brauchen wir letztlich nicht ängstlich sein. Unser Glauben gibt uns das beste Mittel, persönlich mit dieser Krise umzugehen.
Eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung zu unserem Herrn, der Gottesmutter und allen Heiligen wird uns
unseren Frieden bringen. Gerade im Monat Mai schauen wir auf Maria Muttergottes, wir beten zu ihr,
singen ihr Lieder und zünden Kerzen an. Wir feiern damit unser Vertrauen in Gott, der sich uns in Maria
besonders nahe zeigt und die uns zeigt, was Vertrauen bedeutet und vermag.
Das gläubige Volk hat mit sicherem Gespür, das ihm eigen ist, zu allen Zeiten erkannt: Maria ist die Helferin
der Christenheit, die „Mediatrix“, die Mittlerin aller Gnaden. Sie ist allen Lobes würdig, weil aus ihr
die Sonne der Gerechtigkeit hervorgegangen ist, Christus, der Erlöser der Welt.
Die Ereignisse der heutigen Zeit zeigen, wie sehr unser Leben „am seidenen Faden“ hängt. Vieles von
dem, was bisher selbstverständlich war, ist nicht mehr so klar. Wir haben inzwischen viele Fragen, Zweifel
und Sorgen. Darum dürfen wir uns Maria zuwenden – einer Mutter, die auch die sorgenvollsten Fragen
annimmt und sie nicht als unangemessene Zweifel abtut. Sie verweist uns auf Gott, der uns trägt und
hält, auch wenn wir dies manchmal nicht zu erfahren meinen …
Die vielen Marienwallfahrtsorte in unserer Heimat – im Dekanat Mergentheim die Stuppacher Madonna
und die Bergkirche in Laudenbach, im Dekanat Hohenlohe die Wallfahrtskirche Schöntal-Neusaß – bezeugen
eine innige Verehrung der Mutter Gottes. Das „Heiligenbrünnle“ in der Mariengrotte in Neusaß
zeigt uns auch, dass Maria auf Gott verweist, der „Quelle“ allen Lebens ist.
Diese Quelle des Lebens greift auch ein Maienlied auf, das mir persönlich besonders gut gefällt. Es thematisiert
die Natur, die jetzt im Mai ganz besonders in Blüte steht und uns deshalb das Vertrauen in das
Leben erleichtert. Wenn die Natur auflebt, dürfen auch wir dem Leben trauen, das uns Gott schenkt und
auf das uns Maria im Besonderen verweist.
So singen und beten wir um Hilfe und Schutz zur Muttergottes, zu der wir auch unsere Sorgen und Ängste
tragen dürfen, weil sie diese mit uns gemeinsam Gott anvertraut:
                     Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen
                     O segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen.
                     Maria unsre Königin, du Magd des Herrn hinieden
                     Wir tragen Leid und Not dir hin, erbitt uns Gottes Frieden.


Bogdan Stolarczyk, Stellvertr. Dekan
Dekanat Mergentheim
 

Beten wir gemeinsamm...

Komm, Heil’ger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
Nun hauch uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut,
du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus
im Feuer und in Sturmes Braus;
du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt,
dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit,
schenk deinen Frieden allezeit.
Erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt.

Den Vater auf dem ew’gen Thron
Und seinen auferstandnen Sohn,
dich, Odem Gottes, Heil’ger Geist,
auf ewig Erd’ und Himmel preist.

Amen.

Beten wir gemeinsam... "Seele Christi"

Seele Christi, heilige mich!
Leib Christi, rette mich!
Blut Christi, tränke mich!
Wasser der Seite Christi, wasche mich!
Leiden Christi, stärke mich!
O guter Jesus, erhöre mich!
Birg in deinen Wunden mich!
Von dir lass nimmer scheiden mich!
Vor dem bösen Feind beschütze mich!
In meiner Todesstunde rufe mich!
Zu dir zu kommen, heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich!

Amen.

Tagesgebet

Allmächtiger und ewiger Gott,

du bist unsere Zuflucht in jeder Gefahr,

an dich wenden wir uns in unserem Schmerz

und bitten dich voll Vertrauen:

Hab Erbarmen mit unserer Not.

Gewähre den Verstorbenen die ewige Ruhe,

tröste die Trauernden,

heile die Kranken.

Schenke den Sterbenden den Frieden,

den Pflegenden Stärke,

den Verantwortungsträgern Weisheit

und ermutige alle, sich einander in Liebe zuzuwenden,

damit wir gemeinsam deinem heiligen Namen die Ehre erweisen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn,

unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.