Der Heilige des Tages ist eine tägliche Vorstellungsreihe der Heiligen, deren Gedächtnis in der Kirche bewahrt wird. Geschichten von Lehrmeistern des christlichen Lebens aller Zeiten, deren leuchtendes Vorbild uns den Weg weist.

Zum Mitbeten...

26. Sonntag im Jahreskreis

Im Ruf zur Umkehr offenbart sich Gott als der, zu dem man umkehren kann: der geduldige, wartende, verzeihende Gott. Er öffnet den Menschen einen Weg, den sie von sich aus weder finden noch gehen könnten. Nur bei den Sündern, bei Zöllnern und Dirnen, fand Jesus die Bereitschaft, sich zu bekehren. Auf diese Bereitschaft, das eigene Leben zu ändern, kommt es an.

Gebet des Tages

Alles, was du uns getan hast, o Herr,
das hast du nach deiner gerechten Entscheidung getan,
denn wir haben gesündigt, wir haben dein Gesetz übertreten.
Verherrliche deinen Namen und rette uns
nach der Fülle deines Erbarmens.

(aus dem Tagesgebet)

Lesung aus dem Buch Ezéchiel  (Ez 18, 25–28)

So spricht der Herr: Ihr sagt: Der Weg des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Weg soll nicht richtig sein? Sind es nicht eure Wege, die nicht richtig sind? Wenn ein Gerechter sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit und Unrecht tut, muss er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.
Wenn ein Schuldiger von dem Unrecht umkehrt, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren. Wenn er alle seine Vergehen, die er verübt hat, einsieht und umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi  (Phil 2, 1–11)

Schwestern und Brüder!
Wenn es eine Ermahnung in Christus gibt, einen Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, ein Erbarmen und Mitgefühl, dann macht meine Freude vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig, einträchtig, dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich
und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus  (Mt 21, 28–32)

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus. Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr –
und ging nicht hin.
Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.

 

Beten wir gemeinsam...

Immerfort empfange
ich mich aus Deiner Hand.
So ist es,
und so soll es sein.
Das ist meine Wahrheit
und meine Freude.

Immerfort blickt
mich Dein Auge an,
und ich lebe aus Deinem Blick,
Du mein Schöpfer
und mein Heil.

Lehre mich,
in der Stille
Deiner Gegenwart
das Geheimnis zu verstehen,
dass ich bin.

Und dass ich bin
durch Dich,
und vor Dir,
und für Dich.

(Romano Guardini)

Angelus

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft
und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn
mir geschehe nach Deinem Wort.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade...
Heilige Maria, Mutter Gottes...

Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade...
Heilige Maria, Mutter Gottes...

Bitte für uns Heilige Gottesmutter
auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen
ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi,
deines Sohnes, erkannt.
Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Ehre sei dem Vater … (3x)

O Herr, gib allen Verstorbenen die ewige Ruhe.
Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Lass sie ruhen in Frieden.
Amen.

Der Herr sei mit Euch.
Und mit deinem Geiste.
Der Name des Herrn sei gepriesen.
Von nun an bis in Ewigkeit.
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
Der Himmel und Erde erschaffen hat.
Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist
Amen.

Das Angelus ist ein Gebet, dass in Erinnerung an das ewige Geheimnis der Menschwerdung drei Mal am Tag gebetet wird: 6 Uhr morgens, am Mittag und am Abend gegen 18 Uhr, jeweils wenn die Glocken zum Angelusgebet rufen.
Der Name ‚Angelus‘ stammt aus dem ersten Vers der lateinischen Version des Gebets - Angelus Domini nuntiavit Mariae. Es besteht aus der Lesung von drei schlichten Texten, bei denen es um die Menschwerdung Jesu Christi geht, gefolgt jeweils von einem Ave Maria.
Dieses Gebet wird vom Papst auf dem Petersplatz sonntags mittags und an Hochfesten gebetet. Direkt vor dem Gebet legt der Papst kurz die Lesungen des Tages aus. Nach dem Gebet folgen Grüße an die Pilger.
Von Ostern bis Pfingsten wird an Stelle des Angelusgebets das Regina Coeli gebetet, das an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Zum Abschluss dieses Gebets wird das „Ehre sei dem Vater“ drei Mal gesprochen.

Zum Mitbeten...

Der Engel des Herrn
brachte Maria die Botschaft.

- Und sie empfing vom Heiligen Geist.

           Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
           der Herr ist mit dir.
           Du bist gebenedeit unter den Frauen,
           und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
          Jesus.
          Heilige Maria, Mutter Gottes,
          bitte für uns Sünder,
          jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: 
Siehe, ich bin die Magd des Herrn.
- Mir geschehe nach deinem Wort.

          Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
          der Herr ist mit dir.
          Du bist gebenedeit unter den Frauen,
          und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
          Jesus.
          Heilige Maria, Mutter Gottes,
          bitte für uns Sünder,
          jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Und das Wort ist Fleisch geworden.
- Und hat unter uns gewohnt.

          Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
          der Herr ist mit dir.
          Du bist gebenedeit unter den Frauen,
          und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
          Jesus.
          Heilige Maria, Mutter Gottes,
          bitte für uns Sünder,
          jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Bitte für uns, heilige Gottesmutter.
Dass wir würdig werden
der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten.

Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.

Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

Amen.

      Ehre sei dem Vater
      und dem Sohn
      und dem Heiligen Geist.
      Wie im Anfang,
      so auch jetzt und alle Zeit
      und in Ewigkeit.

      Amen.

Benediktus

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.
So hat er verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unsern Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen;
er hat das Erbarmen mit den Vätern
an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
an den Eid,
den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
er hat uns geschenkt,
dass wir, aus Feindeshand befreit,
ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
Und du, Kind,
wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorangehn
und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk
mit der Erfahrung des Heils beschenken
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen
das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes
und unsre Schritte zu lenken
auf den Weg des Friedens.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang,
so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen.

Hochfest der Auferstehung des Herrn

"Der auferstandene Christus trägt die neue Menschheit in sich,
das letzte herrliche Ja Gottes zum neuen Menschen.
Zwar lebt die Menschheit noch im alten,
aber sie ist schon über das Alte hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt des Todes,
aber sie ist schon über den Tod hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt der Sünde,
aber sie ist schon über die Sünde hinaus.
Die Nacht ist noch nicht vorüber,
aber es tagt schon." 

(Dietrich Bonhoeffer)

Gott fällt nicht aus

Gott fällt nicht aus
wenn liebgewordene Feste fallen
wenn Zeichen der Nähe wegfallen

Gott fiel nicht aus
als der Verräter Jesus küsste        
als Spötter Ihn anspuckten
als Er schrie:
„Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Gott fällt nicht aus
der „Ich bin da“ hält durch
anders als erwartet     
geheimnisvoller – wahrer –
todsicher zukunftgebend

Vielleicht fällt er uns
darum gerade jetzt
öfter ein

Wie betet ihr zuhause?

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Mitchristen,

nach wie vor ist es nicht möglich, sich gemeinsam zur Feier des Gottesdienstes in der Kirche zu versammeln.

Deshalb sind die Gläubigen eingeladen, an den Sonn- und Feiertagen zuhause zu beten. Dazu gibt es Anregungen für ein Hausgebet allein, für einen Hausgottes­dienst in Gemeinschaft und für einen Hausgottesdienst mit Kindern. Die Broschüren dazu liegen jeweils in unserer Kirche aus und sind auch auf unserer Homepage zu finden.

Wie betet ihr zuhause? Angeregt durch ein paar Rückmeldungen und einige Fotos, laden wir ein, uns zu schreiben, wie Sie und ihr dieses sonntägliche Gebet zuhause gestaltet. Schreiben Sie ein paar Zeilen dazu, schickt ein Foto von eurem

„Hausaltar" an: stjoseph.oehringen(at)drs.de.

Wir wollen daraus eine Reportage machen, die wir im nächsten Überblick und auf unserer Homepage veröffentlichen. So können wir uns gegenseitig Anteil und Anregung geben, wie wir in dieser Zeit zuhause beten und so die'Gebetsgemeinschaft untereinander pflegen.

Pfarrer Klaus Kempter