Neuregelung ermöglicht mehr Gottesdienstbesucher

Neue Lockerung von Corona-Beschränkungen treten am Montag, 6. Juli, in Kraft. Der Mindestabstand in Kirchen-Innenräumen reduziert sich auf 1,5 Meter.

Die geltenden Beschränkungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Schutz vor einer Infektion mit Covid 19  werden gelockert. Um mehr Menschen die Teilnahme an Gottesdiensten zu ermöglichen, soll so in Kirchenräumen der Rundum-Mindestabstand zwischen Personen und in häuslicher Gemeinschaft lebenden Besuchergruppen von bislang zwei auf 1,5 Meter reduziert werden, sagt Bischof Dr. Gebhard Fürst. Die Neuregelung trete am Montag, 6. Juli, in Kraft und enthalte eine Reihe weiterer Änderungen gegenüber den bislang geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

So wird bei Gottesdiensten im Freien Gemeindegesang ab Montag wieder möglich sein, wenn ein Rundum-Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Generell soll Gemeindegesang jedoch auch dort nur in begrenztem Maß eingeplant werden. Wie bisher sollen kleine Chorgruppen oder Kantorinnen und Kantoren zum Einsatz kommen. Kircheneigene Gotteslob-Bücher sollen weiterhin nicht verwendet werden. Werden Gottesdienste, die im Freien geplant waren, wegen schlechten Wetters in eine Kirche verlegt, gelten die Regeln für Kirchenräume. Dort ist Gemeindegesang wegen des zu geringen Abstands nach wie vor nicht möglich, regelt die Verordnung. „Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass die Verbreitung von Aerosolen in geschlossenen Räumen eine bedeutende Rolle beim Infektionsgeschehen spielt“, erläutert Bischof Fürst diese Entscheidung zum Schutz der Katholikinnen und Katholiken in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er habe Verständnis dafür, dass diese Entscheidung nicht immer auf Zustimmung treffen wird. Es müsse jedoch alles dafür getan werden, um Coronavirus-Ausbrüche soweit wie möglich zu vermeiden.

Was die Teilnehmerzahl bei Gottesdiensten im Freien betrifft, gibt es ab Montag keine Obergrenze mehr. Die Abstandregelungen von zwei Metern mit Gemeindegesang und 1,5 Metern ohne Gemeindegesang müssen allerdings zu jeder Zeit eingehalten werden.

Infektionsschutzkonzept weiterhin notwendig

Laut der neuen Verordnung wird für jeden Gottesdienstort, also sowohl für Kirchenräume als auch im Freien, zudem nach wie vor ein Infektionsschutzkonzept benötigt. Eine Anmeldung für Eucharistiefeiern und andere Gottesdienste ist dagegen nicht mehr verpflichtend. Wenn in den vergangenen Wochen allerdings die Erfahrung gemacht wurde, dass die zu erwartende Zahl der Gläubigen die örtlichen Möglichkeiten übersteigen kann, wird dringend dazu geraten, ein Anmeldeverfahren beizubehalten. Auch könnten örtliche Behörden weiterhin verlangen, dass eine Teilnehmerliste geführt wird, um Infektionsketten nachvollziehen zu können. Dem müssen die davon betroffenen Kirchengemeinden nachkommen, heißt es in der Verordnung. Weiterhin verpflichtend ist zudem die Anwesenheit von zwei Ordnern, die den Einlass und die maximale Personenzahl sowie die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Bei Werktagsgottesdiensten mit wenigen Mitfeiernden kann es ausreichen, wenn nur ein Ordner anwesend ist. Die Dauer aller Gottesdienste sollte in der Regel 60 Minuten nicht übersteigen, heißt es in der neuen Verordnung weiter.

Regelungen bei Erstkommunion, Firmung und Beisetzung

Alle diese Regelungen gelten auch für die Eucharistiefeiern anlässlich von Erstkommunion und Firmung. Bei den anstehenden Planungen zu den Nachholterminen werden die Verantwortlichen in den 1020 Kirchengemeinden der Diözese um große Sorgfalt gebeten und es wird empfohlen, die Feiern in kleinen Gruppen und auf möglichst viele Gottesdienste verteilt zu gestalten. Aufgrund der notwendigen Handdesinfektion nach jeder Chrisamsalbung wird für die Feier des Sakraments der Firmung für jede Eucharistiefeier eine Höchstzahl von 15 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern festgesetzt.

Kinder- und Familiengottesdienste können ab dem 6. Juli unter Einhaltung eines Infektionsschutzkonzepts ebenfalls wieder stattfinden. Auch Beisetzungen sollen ab dann wieder in der üblichen Form erfolgen können, wenn dies die örtlichen Verhältnisse unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzregelungen zulassen. Bei beengten Verhältnissen auf dem Friedhof, die zum Beispiel eine Prozession zum Grab unter Einhaltung der Abstandsbestimmungen erschweren, kann eine Beisetzungsfeier auch weiterhin nur am Grab stattfinden, heißt es in der Verordnung. Eine Begrenzung der Teilnehmerzahl ist auch hier nicht mehr gegeben, doch auf Bestimmungen der Ortsbehörden ist zu achten.

MITTEILUNG DES BISCHOFS 03.Juli 2020

 

Die Feier der Erstkommunion in unserer Seelsorgeeinheit

Trotz der ganzen Corona-Vorschriften, denen wir auch in unseren Kirchengemeinden unterliegen, soll nun doch die Feier der Erstkommunion stattfinden. Wenn auch im kleineren Rahmen und in kleinen Gruppen in unseren Kirchen.

Das Pastoralteam hat nachgefragt, wie die Wünsche und Möglichkeiten der Familien der EKOs aussehen und wird jetzt schauen, wie es mit passenden Terminen gehen kann. So tut sich doch noch etwas für unsere Erstkommunionkinder und sie und ihre Familien können dann mitentscheiden, wenn sich auf Grund der Rückmeldungen ein terminliches System ergeben hat.

Zwei Termine im Gottesdienst in St. Joseph haben sich im Juni und Juli schon ergeben, so wird sich zeigen, ob es so, wie bisher geplant ist, funktionieren kann und in kleinen Gruppen weitergeht.

Mit allen die sich schon entschieden haben erst im kommenden Jahr zu feiern, halten wir Verbindung und werden sehen, wie es dann im kommenden Jahr aussieht.

Mit dem geplanten System, die Erstkommunion doch noch zu feiern, wird sowohl der Gemeinde, als auch den Erstkommunionfamilien eine gute Möglichkeit eröffnet, bei dem alle zu ihrem Recht kommen.

Taufe, Krankensalbung und Beichte

Taufen werden bis auf Weiteres nur mit einer Familie gefeiert.

Termine werden individuell vereinbart

  • Samstag um 14.00 oder 15.00 Uhr

  • Sonntag um 12.30 oder 14.00 Uhr

Die Taufvorbereitung erfolgt in einem Treffen.

Wer für sich oder einen Angehörigen die Krankensalbung oder die Krankenkommunion wünscht, möge sich im Pfarrbüro melden.

Die allgemeine Beichtgelegenheit am Samstag entfällt derzeit. Wer die Beichte oder ein Beichtgespräch wünscht, kann sich mit Pfarrer Kempter in Verbindung setzen, um einen Termin zu vereinbaren.

Dies ist auch zur üblichen Zeit samstags um 17.00 Uhr möglich.

Wieder Gottesdienste in St. Joseph und Christus König

Telefonische Anmeldung erforderlich

Der Kirchengemeinderat von St. Joseph hat in seiner Sitzung am 6. Mai entschieden, dass ab Freitag, 15. Mai, wieder Gottesdienste gefeiert werden. In Neuenstein wird nach Beschluss des dortigen Kirchengemeinderats seit Pfingsten wieder Eucharistie gefeiert. Voraussetzung ist, dass für alle Gottes­dienste mindestens zwei Ordner zur Verfügung stehen und die Vorgaben des Infektions­schutzkonzeptes erfüllt sind. Dazu gehören die Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern, die Möglichkeit zur Handdesinfektion, der Verzicht auf den Gemeindegesang und eine besondere Regelung für die Kommunionspendung. Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.

Da die Zahl der Mitfeiernden aufgrund der Abstandsregel begrenzt werden muss, ist eine Anmeldung erforderlich. Jeweils von Montag bis Freitag können sich Gläubige für die Gottesdienste des kommenden Wochenendes anmelden. Dies ist während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros in Öhringen ausschließlich unter folgender Telefon­nummer möglich: 07941 9897912. Anmeldeschluss ist Freitag um 10:00 Uhr. Die Anmeldung ist für die Gottesdienste am Samstag und Sonntag und an den Feiertagen erforderlich. Für die Werktagsmesse ist sie nicht nötig. Erst wenn es keine Plätze mehr für die Gottes­dienste am Samstag und Sonntag gibt, ist eine Anmeldung für das darauffolgende Wochenende möglich.

Einlass in die Kirche – Betreten und Verlassen der Kirche

Die Kirche ist jeweils 30 Minuten vor dem Gottesdienstbeginn geöffnet.

Am Eingang der Kirche geben die angemeldeten Gläubigen den Ordnern ihren Namen an. Die Ordner weisen bei Bedarf die Plätze zu. Sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen der Kirche ist auf den Abstand zu achten. Versammlungen auf dem Kirchplatz sind vor und nach dem Gottesdienst nicht erlaubt.

Kommunionspendung

Die Kommunion wird in Öhringen den Gläubigen in den Bänken vom Priester bzw. den Kommunionhelfern gereicht. Beide legen eine Schutzmaske an und desinfizieren sich unmittelbar vor der Kommunionausteilung die Hände. Wer die Kommunion nicht empfangen möchte, nimmt einfach Platz.

In Neuenstein wird die Kommunion vorne auf einem Tisch auf eine Serviette gelegt. Von dort nimmt sie der Empfangende weg. Die Serviette wird dann durch eine neue ersetzt. Hier ist es erforderlich, dass alle Gläubige, die nicht allein in der Bank sitzen, nach vorne gehen, damit niemand über einen anderen „drübersteigen“ muss.

Dank an alle, die mit organisiert haben

Dass wir wieder Gottesdienste feiern können, dafür haben viele Menschen beraten, entschieden und organisiert. So gilt ein Dank den Kirchengemeinderäten und den kleinen Beratungsgruppen, dem Pastoralteam, den Mesnern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pfarrbüro und ganz besonders denen, die sich als Ordnerinnen und Ordner zur Verfügung stellen. Danke sagen wir auch Wolfgang Lang, der die Holzständer für die Desinfektionsmittelspender in Öhringen gemacht hat.

Wie kann ich den Gottesdienst in Christus König am 31. Mai (Pfingsten) besuchen?

Seit dem 15. Mai sind wieder Gottesdienste in St. Joseph in Öhringen möglich. Allerdings muss man sich für die Gottesdienste vorher anmelden. Hier erfahren Sie, wie das Anmeldeverfahren läuft. In Christus König Neuenstein sind ab dem 31. Mai wieder Gottesdienste möglich. Das Anmeldeverfahren ist dabei das gleiche.

► Die Anmeldung für die Gottesdienste erfolgt ausschließlich telefonisch unter der Telefonnumer 07941/98979-12
► Anmeldungen werden während der regulären Öffnungszeiten des Pfarrbüros entgegengenommen
Von Montag 25.05.2020 bis Freitag 29.05.2020 10:00 Uhr können Anmeldungen jeweils für das kommende Wochenende (31.05.2020) entegegengenommen werden
► Für die Gottesdienste am Dienstag und Freitag braucht es bis auf Weiteres keine Anmeldung.

Sollten sich im Anmeldeverfahren Änderungen ergeben, geben wir sie hier auf der Homepage bekannt.

KGR-Wahl 2020

Neu gewählte Räte dürfen sich konstituieren

Ab Montag, 15. Juni, können die im April gewählten Kirchengemeinde- und Pastoralräte in der Diözese ihre konstituierenden Sitzungen halten.

Die Aufhebung des Tagungsverbots gilt darüber hinaus für kirchliche Gremien auf Kirchengemeinde-, Dekanats und Diözesanebene und betrifft auch weitere kirchliche Rechtsträger, sofern diese Sitzungen der Aufrechterhaltung des Arbeits- und Dienstbetriebs dienen. Einem entsprechenden Antrag der Diözese stimmte das Staatsministerium Baden-Württemberg zu.

Für die Sitzungen gelten die gleichen Hygienevorschriften wie für die Zusammenkünfte kommunaler Gremien. Sie können nur in Räumen stattfinden, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Sitzungsteilnehmern möglich ist. Es wird zudem empfohlen, dass die Teilnehmer jeweils an einem eigenen Tisch sitzen, Alltagsmasken tragen und die Laufwege so gestaltet sind, dass es zu keinen Begegnungen kommt. Am Eingang erfolgt eine Handdesinfektion. Gesellige Zusammenkünfte vor oder nach der Sitzung können nicht stattfinden und es gelten die bestehenden Hinweise zur Nutzung eines Sitzungsraums, die unter anderem das regelmäßige Lüften und Desinfizieren der Tischoberflächen beinhalten.

Für die konstituierenden Sitzungen der Kirchengemeinde- und Pastoralräte schlägt die Diözesanleitung als eine Möglichkeit vor, diese in den örtlichen Kirchen abzuhalten. Die meisten Kirchen verfügten über ein Corona-Schutzkonzept und die besondere Würde des Kirchenraums würde die Atmosphäre der Sitzung prägen, heißt es in einem Schreiben an die Mitglieder der Kirchengemeinde- und Pastoralräte. Falls die Hygienevorschriften eingehalten werden, könnten die Sitzungen auch in den dafür vorgesehenen Räumen der Kirchengemeinden oder alternativ in kommunalen Hallen stattfinden. 

Aufgrund der Corona-Pandemie soll die Verpflichtung der neu gewählten Räte ausschließlich in schriftlicher Form erfolgen, die Notwendigkeit eines Handschlags entfällt. Die Wahl der Ausschussmitglieder soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, um die Sitzungsdauer so möglichst kurz zu halten.

Zur öffentlichen Vorstellung der neuen Ratsmitglieder sowie zur Verabschiedung der aus den Gremien ausscheidenden Personen wird empfohlen, diese Veranstaltungen in die Adventszeit oder auf den Beginn des kommenden Jahres zu legen.

Bei der Kirchengemeinde- und Pastoralratswahl waren im März und April per Briefwahl zusammengerechnet rund 9450 Mandatsträgerinnen und Mandatsträger bestimmt worden. 44 Prozent der Gewählten kam neu in die Kirchengemeinderäte und 55 Prozent neu in die Pastoralräte. Der Frauenanteil der Räte war gegenüber der Wahl vor fünf Jahren mit insgesamt 52 Prozent unverändert hoch geblieben.

Pressemitteilung - Gottesdienste in St. Joseph ab 15. Mai

Der Kirchengemeinderat von St. Joseph hat in seiner Sitzung am 6. Mai entschieden, dass ab Freitag, 15. Mai, wieder Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass für alle Gottes­dienste mindestens zwei Ordner zur Verfügung stehen und die Vorgaben des Infektions­schutzkonzeptes erfüllt sind.

  • Dazu gehören die Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern,
  • die Möglichkeit zur Handdesinfektion,
  • der Verzicht auf den Gemeindegesang
  • und eine besondere Regelung für die Kommunionspendung.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.

Da die Zahl der Mitfeiernden aufgrund der Abstandsregel begrenzt werden muss, ist eine Anmeldung erforderlich.

Zudem wird bis auf weiteres am Sonntagabend jeweils um 18.00 Uhr zusätzlich eine Wort-Gottes-Feier angeboten.

Jeweils von Montag bis Freitag können sich Gläubige für die Gottesdienste des kommenden Wochenendes anmelden.

Dies ist während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros ausschließlich unter folgender Telefon­nummer möglich:

07941 9897912

Anmeldeschluss ist Freitag um 10:00 Uhr.

Die Anmeldung ist für die Gottesdienste am Freitag, Samstag und Sonntag erforderlich.

Für die Messe am Dienstag ist sie nicht nötig.

Erst wenn es keine Plätze mehr für die drei Gottes­dienste am Samstag und Sonntag gibt, ist eine Anmeldung für das darauffolgende Wochenende möglich.

Zum Fest Christi Himmelfahrt findet eine Vorabendmesse am Mittwoch, 20. Mai, um 18.00 Uhr und eine

Eucharistie am Donnerstag, 21. Mai, um 10.40 Uhr statt.

Die Anmeldung dazu ist bis Freitag, 15. Mai erbeten!

In Neuenstein wird nach Beschluss des dortigen Kirchengemeinderats der erste

Gottesdienst an Pfingsten 31. Mai um 9.15 Uhr gefeiert.

Auch dafür ist in der Woche davor eine entsprechende Anmeldung 25. Mai bis 29. Mai

unter angegebener Telefonnummer

07941 9897912  erforderlich.

 

Öhringen, 9.5.2020

Pfarrer Klaus Kempter

Gottesdienst unter den Vorgaben des Infektions­schutzkonzeptes

Gottesdienste in St. Joseph ab 15. Mai

Der Kirchengemeinderat von St. Joseph hat in seiner Sitzung am 6. Mai entschieden, dass ab Freitag 15. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass für alle Gottes­dienste mindestens zwei Ordner zur Verfügung stehen und die Vorgaben des Infektions­schutzkonzeptes erfüllt sind.

Dazu gehört:

- Ein Mindestabstand von 2 Metern ist in den Bänken und in den Laufwegen einzuhalten.

- Es besteht die Möglichkeit zur Handdesinfektion am Eingang der Kirche.

- Es ist kein Gemeindegesang möglich.

- Personen mit Krankheitssymptomen können nicht an den Gottesdiensten teilnehmen.

- Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.

Begrenzte Zahl an Mitfeierenden – zusätzlicher Gottesdienst

Da die Zahl der Mitfeiernden aufgrund der Abstandsregel begrenzt werden muss, können inklusive den üblichen liturgischen Diensten maximal rund 100 Gläubige je Gottesdienst teilnehmen. Diese Höchstzahl ist nur möglich, wenn zahlreiche Familien und häusliche Gemeinschaften mitfeiern, die nicht getrennt werden müssen.

Deshalb wird bis auf weiteres am Sonntagabend jeweils um 18.00 Uhr zusätzlich eine Wort-Gottes-Feier angeboten.

Anmeldung zu den Gottesdiensten

Jeweils von Montag bis Freitag können sich Gläubige für die Gottesdienste des kommenden Wochenendes anmelden. Dies ist während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros ausschließlich unter folgender Telefon­nummer möglich: 07941 9897912. Anmeldeschluss ist Freitag um 10.00 Uhr. Die Anmeldung ist für die Gottesdienste am Freitag, Samstag und Sonntag erforderlich.

Für die Messe am Dienstag ist keine Anmeldung nötig. Erst wenn es keine Plätze mehr für die drei Gottes­dienste am Samstag und Sonntag gibt, ist eine Anmeldung für das kommende Wochenende möglich

Einlass in die Kirche – Betreten und Verlassen der Kirche

Die Kirche ist jeweils 30 Minuten vor dem Gottesdienstbeginn geöffnet.

Am Eingang der Kirche geben die angemeldeten Gläubigen den Ordnern ihren Namen an. Die Ordner weisen bei Bedarf die Plätze zu.

Sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen der Kirche ist auf den Abstand zu achten.

Versammlungen auf dem Kirchplatz sind vor und nach dem Gottesdienst nicht erlaubt.

Christi Himmelfahrt

Zum Fest Christi Himmelfahrt findet eine Vorabendmesse am Mittwoch, 20. Mai, um 18.00 Uhr und eine Eucharistie am Donnerstag, 21. Mai, um 10.40 Uhr statt. Die Anmeldung dazu ist bis Freitag, 15. Mai erbeten!

Kommunionspendung

Die Kommunion wird den Gläubigen in den Bänken vom Priester bzw. den Kommunionhelfern gereicht. Beide legen eine Schutzmaske an und desinfizieren sich unmittelbar vor der Kommunionausteilung die Hände. Wer die Kommunion nicht empfangen möchte, nimmt einfach Platz.

Christus König Neuenstein

In Neuenstein wird nach Beschluss des dortigen Kirchengemeinderats der erste Gottesdienst an Pfingsten 31. Mai um 9.15 Uhr gefeiert.

Auch dafür ist in der Woche davor eine entsprechende Anmeldung unter angegebener

Telefonnummer 07941 9897912 erforderlich.

Dort können maximal rund 40 Gläubige einen Gottesdienst mitfeiern.

 

Öhringen, 9.5.2020

Pfarrer Klaus Kempter

Pressemitteilung 08. Mai 2020

Gottesdienste unter strengen Hygienevorschriften ab 31. Mai

Besondere Form der Kommunionspendung

Der Kirchengemeinderat von Christus König hat in seiner Sitzung am 7. Mai intensiv über die Wiederermöglichung von Gottesdiensten nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen beraten. Mehrheitlich war die Meinung, dass es sinnvoll sei, die gesellschaftliche Entwicklung und eventuelle weitere Lockerungen abzuwarten. Deshalb wurde beschlossen, dass in Christus König öffentliche Gottesdienste ab Pfingsten (31. Mai) wieder gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass für alle Gottes­dienste mindestens zwei Ordner zur Verfügung stehen und alle Vorgaben des Infektions­schutzkonzeptes erfüllt sind. Die Werktagsmesse am Mittwoch findet aber weiterhin nicht statt, solange auch für diesen kleinen Personenkreis Ordner erforderlich sind.

Da die Zahl der Mitfeiernden aufgrund der Abstandsregel auf 43 Personen begrenzt werden muss, können – neben den üblichen liturgischen Diensten – rund 34 Gläubige je Gottesdienst teilnehmen. Über das Anmeldeverfahren wird noch beraten.

Für die Kommunionspendung hat der Kirchengemeinderat entschieden, dass die Hostie auf eine Unterlage (Serviette) auf einem Tisch gelegt und vom Empfangenden dort weggenommen wird. Danach wird von einem Ordner/einem Ministranten die Unterlage ausgetauscht. So kommt es bei der Kommunionausteilung zu keiner Begegnung mit dem Spender.

Wer sich für den Dienst als Ordner bzw. Ordnerin zur Verfügung stellen möchte, kann sich im Pfarrbüro melden. Die Ordner sollen keiner Risikogruppe angehören und müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Sobald die Modalitäten für die Teilnahme an den Gottesdiensten geklärt sind, werden wir mit einer weiteren Mitteilung die Gemeinde informieren.

 

(8.5.2020 - Pfarrer Klaus Kempter)

Schaden kann es nicht …

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ – Mit diesem ersten Vers aus dem 14. Kapitel des Johannesevangeliums beginnt das Evangelium des 5. Sonntages in der Osterzeit.
Wie leicht unser Herz zu verwirren ist, das ist gerade sehr deutlich zu erleben:

  • Welchem Wissenschaftler soll man jetzt glauben?
  • Waren die Maßnahmen wegen Corona wirklich zu streng?
  • Sind die Lockerungen verhältnismäßig?
  • Welcher Politiker, welches Land, welcher Wissenschaftler hat jetzt recht?
  • Muss das mit den Gottesdiensten jetzt so sein wie es ist, oder hätte man nicht lieber weiter abwarten sollen?
  • Was sollen diese ganzen Vorschriften, die da jetzt gemacht werden bringen?

Was alles richtig ist und was nicht: Das weiß ich nicht.
Dass manche Menschen an „Gängelungen“ und „Abschottungen“/„Absonderungen“ aus zum Glück vergangenen und überwundenen Staatsformen und politischen Aktionen denken, kann ich ein Stück weit nachvollziehen, auch wenn ich das für nicht zielführend halte. Aber ich muss gleichzeitig auch anerkennen, dass ein Infragestellen der politisch Verantwortlichen oder der sich auf wissenschaftlichen Erkenntnisse berufenden Entscheidungen zu unserer Freiheit dazugehört.
Nichts desto trotz: All das kann verwirren und ratlos werden lassen. Wir sehnen uns nach Sicherheit und Überschaubarkeit, aber gerade die scheint es in dieser unsicheren und unruhigen Zeit noch weniger als sonst zu geben.
Nicht einmal in den Gottesdiensten, die jetzt so langsam wieder beginnen können – mit Auflagen. Da werden Mesner zum Beispiel von der Diözese Rottenburg-Stuttgart angehalten: Die liturgischen Gefäße sollen nur mit frischen Baumwollhandschuhen angefasst werden … Das erscheint auf den ersten Blick neu und eigenartig. Aber mich erinnert das an etwas aus meiner Kindheit, das ich ein letztes Mal tatsächlich real und ohne Ausnahme als Vikar im Allgäu an einer Kirche erlebt habe: Der Mesner zu meiner Kindheit und die betagte Mesnerin im Allgäu haben die liturgischen Geräte nie mit der bloßen Hand angefasst. Und wenn ein Ministrant sie ausnahmsweise einmal holen sollte, dann bekam er ein Tuch in die Hand.

Die Begründung dafür war: Heiliges fasst man nicht mit bloßen Händen an.
Ich frage mich, hat sich da vielleicht über viele Jahrhunderte hinweg ein Wissen gehalten, und wurde mit Hinweis auf „Heiligkeit“ begründet, das ohne wissenschaftlich genau sein zu können, „geschützt“ hat – etwa auch vor Übertragungen und Ansteckungen? Die Mesnerin im Allgäu jedenfalls hat mir immer gesagt: „Auch wenn das seit dem 2. Vatikanischen Konzil gelockert worden ist, schaden kann es nicht, vorsichtig mit den heiligen Geräten umzugehen.“
Schaden kann es nicht, vorsichtig zu sein …
Mir gefällt das vor allem im Hinblick auf den Umgang miteinander, auch in der derzeitigen Lage: Ein Mundschutz schadet nicht. Abstand zu halten schadet auch nicht, man kann sich dennoch spüren lassen, ob man es mit dem anderen gut oder auch nicht gut meint. („Tödliche“ Blicke treffen auch aus zwei Metern Entfernung sehr gut, genauso wie ein freundliches Lächeln oder aufmunterndes Zunicken ermutigen kann.) Sich die Armbeuge beim Niesen vor den Mund zu halten schadet auch keinem und sich öfters die Hände zu waschen ebenso nicht.
Sicher: Schwieriger wird es, das nun auf andere Bereiche anzuwenden – vor allem, wenn Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben. Ich kann da viele der Forderungen, aber auch der Bedenken nachvollziehen. Aber ich vertraue auch darauf, dass diejenigen, die da Entscheidungen treffen, das nicht leichtfertig tun und nicht mit Eigennutz.
Und dass diese Hoffnung nicht pure Hoffnung bleibt, dafür kann man beten, und das tue ich. Schaden kann es ja nicht …
Und so bete ich dann und wann gerade mit der Bitte, dass unsere Verantwortungsträger und -trägerinnen sich ähnlich verhalten: Was Gott tut das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann, ihm will ich mich ergeben ...


Ingo Kuhbach, Dekan
Dekanat Hohenlohe

Bischof lädt zum gemeinsamen Nachdenken ein

Manche Katholikinnen und Katholiken aus der Diözese hätten sich weniger Einschränkungen und größere Lockerungen gewünscht, andere wiederum hätten einen vorsichtigeren und langsameren Start bevorzugt, schreibt der Bischof in einem Brief an die Pfarrer, Diakone, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst sowie an die Gewählten Vorsitzenden der Kirchengemeinde- und Pastoralräte der Diözese.

„All diese Wahrnehmungen entstehen aus spezifischen örtlichen Situationen heraus und haben ihre Berechtigung“, betont der Bischof. Wichtig sei ihm daher der Hinweis darauf, dass die Kirchengemeinden je nach örtlicher Situation entscheiden können, welche und wie viele öffentliche Gottesdienste, Eucharistiefeiern und Wort-Gottes-Feiern an welchen Orten gefeiert werden können und ob sich ein schrittweiser Einstieg empfiehlt.

Die Beschränkungen bei öffentlichen Gottesdiensten lösen bei Christinnen und Christen unterschiedliche Reaktionen aus.

Seit der Lockerung des Verbots öffentlicher Gottesdienste während der Corona-Pandemie ab dem 9. Mai gab es mit Blick auf die damit verbundenen Beschränkungen viele und sehr unterschiedliche Rückmeldungen und Nachfragen an die Verantwortlichen im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg. Bischof Dr. Gebhard Fürst sagt: „Daran zeigt sich, wie sehr wir alle auf der Suche nach angemessenen Wegen sind, kirchliches Leben unter den Bedingungen der Corona-Krise zu gestalten.“ 

Allen Reaktionen der vergangenen Tage sei jedoch die Erkenntnis gemeinsam gewesen, dass die Feier von Gottesdiensten, insbesondere auch die Feier der Eucharistie, nicht in der gleichen Art und Weise möglich ist, wie dies bis vor kurzem noch selbstverständlich war.

„Damit verbinden sich tatsächlich große Herausforderungen. Die Vorstellung, dass wir fortan für einige Zeit in der Liturgie keinen Gemeindegesang haben werden, dafür aber auf Desinfektionsmittel, Platzmarkierungen und strikte Abstandsregeln achten müssen, macht niemandem Freude“, sagt der der Bischof. Dennoch habe er sich dazu entschlossen, Möglichkeiten zu eröffnen, wieder öffentliche Gottesdienste zu feiern. Und er fügt an: „Auch wenn dies nicht in der Form geschehen kann, wie wir es uns alle wünschen würden.“ 

Beispiele zeigten indes auch, dass die Feier der Liturgie trotz der gegenwärtigen Einschränkungen in würdiger Weise stattfinden kann und er wolle dazu ermutigen, darüber ins Gespräch zu kommen, wie sich Defizite gemeinsam aushalten und ertragen lassen.

„Ich möchte Sie dazu einladen, im Blick auf die Frage der Feier von öffentlichen Gottesdiensten unter Pandemie-Bedingungen in einen gemeinsamen Reflexionsprozess einzusteigen. Die Gemeinschaft des Glaubens, die sich in besonderer Weise im Gottesdienst und insbesondere in der sonntäglichen Feier der Eucharistie verwirklicht, ist gerade in diesen Tagen eine große Tröstung. Entscheidend ist, dass wir uns dabei nicht aus dem Blick verlieren. Es muss für alle erfahrbar werden können, dass der auferweckte Gekreuzigte mit uns unterwegs ist und bleibt!“

Antonio Gómez Cantero Bischof von Teruel und Albarracín

„Diese Zeit der Gnade dient auch uns Priestern und Diakonen dazu, ein wenig anzuhalten, nachzudenken und unser pastorales Leben neu zu strukturieren, intensiver zu beten, inmitten von so viel Aktivismus zu entschleunigen, das Buch zu lesen, das wir auf halbem Weg im Regal unseres Buchladens liegen gelas-sen haben, die Eucharistie in friedlicher und verlassener Einsamkeit zu feiern, über die Wunden nachzu-denken und sie zu heilen, die wir hinterlassen, kurz, das Wesen unseres Dienstes zu erforschen“, dies schreibt Antonio Gómez Cantero, Bischof von Teruel und Albarracín in Spanien an seine Priester. Er spricht von einer neuen Art des Fastens, die auch in dieser besonderen Osterzeit wichtig sein könnte. Wenn Sie seine Gedanken „nach-denken“ wollen, so finden Sie eine deutsche Übersetzung

Antonio Gómez CanteroBischof von Teruel und Albarracín

an die Priester:

"Glauben Sie, dass so viele Messen auf den Bildschirmen die Menschen in ihrer Passivität halten? Oder wollen wir unser Priestertum rechtfertigen?" Wegen der Pandemie sind einige Priester sehr verunsichert und konfrontieren uns mit den üblichen Mitteln, mit denen wir normalerweise kommunizieren, mit Gebeten, Gebetsrufen, gestreamten Messen...Hören wir auf, gute Menschen mit allerlei Reflexionen, Bildern, Videos und Gebeten zu bombardieren, die mehr nach religiöser Werbung als nach dem Volk Gottes aussehen. Fasten wir auch in dieser sehr realen und wüstenhaften Fastenzeit mit Klängen und Bildern. Schauen wir in uns hinein und schweigen wir, hier spricht Gott zu uns "Es ist Nacht", Sonntag. Während ich schreibe, regnet es, als ob sich die von der Pandemie geleerte Stadt regeneriert. Heute war der erste Tag, an dem nicht alle Kirchen in unserer Diözese (wie so viele andere) geöffnet sind, obwohl Sonntag ist. Ich wage zu behaupten, dass die Einmütigkeit der Gläubigen dies verantwortungsbewusst wahrgenommen hat. Vielleicht haben einige von ihnen ihren Glauben zu einem atavistischen Brauch gemacht, aber nicht in hohem Maße.Einige Priester waren sehr verunsichert und haben uns mit den üblichen Mitteln versorgt, mit denen wir normalerweise kommunizieren, mit Gebeten, Aufrufen zum Gebet, der Möglichkeit, die Messe per Streaming zu verfolgen, d.h. live über das Internet, sie haben uns einen Link, also eine Verbindung, geschickt, um das Allerheiligsteausgesetzt zu sehen ... und einige andere sind mit der Monstranz auf die Straße gegangen, als wäre es Fronleichnam (und ich frage mich, mit welcher Erlaubnis, denn bei vielen Dingen sind wir sehr streng und bei anderen nicht so sehr).

Diese ganze Bombardierung wirft für mich viele Fragen auf. Behandeln wir die Gläubigen nicht so, als wüssten sie nicht, wie man betet, und wären dafür auf den Klerus angewiesen? Was haben wir bisher getan, sie als Zuschauer zu betrachten? Finden Sie nicht, dass so viele Gottesdienste auf den Bildschirmen die Menschen in der Passivität des Zuschauens gefangen hält? Oder wollen wir unser Priestertum rechtfertigen? Reicht der Gottesdienst im Fernsehen und Radio nicht aus? Was ist wichtiger, eine Zeit des Gebets oder der lectio divina mit dem Wort oder das Betrachten einer Messe auf einem Bildschirm?

Ich habe Beispiele von jungen Leuten bekommen, die sich auf dem Campus versammelt haben, um das Wort Gottes zu lesen und für die dringendsten Bedürfnisse zu beten. Ich kenne Familien mit Kindern, die ein weißes Tischtuch, eine Kerze und eine offene Bibel aufgestellt haben und gemeinsam gebetet haben, im Hören auf das Wort Gottes. Einige haben sich in ihrem Zimmer eingeschlossen und in erfrischender Stille "das tägliche Evangelium" gelesen. Eine junge Frau erzählte mir, dass sie im Internet die "heutigen Lesungen" nachgeschlagen und mit diesen und den damit verbundenen Überlegungen gebetet hat.

Eine alte Familie hat zur Zeit der Messe im Dorf begonnen, den Rosenkranz für all jene zu beten, die leiden und uns helfen. Eine Frau sagte zu mir: Ich suchte die Stille und schloss mich denen an, die irgendwo auf der Welt in der Gemeinschaft die Eucharistie feierten. Sie mussten nicht übertragen werden. Außerdem wissen wir, dass eine Leinwand niemals helfen wird, sich zu sammeln, und das ist unbedingt notwendig! Alle Gläubigen sind erwachsen, und sie wissen, wie man die Kastanien aus dem Feuer holt, auch wenn wir sie oft nicht so behandeln. Der Mensch, der glaubt, betet und weiß genau, wie er es tunsoll.Diese Zeit der Gnade dient auch uns Priestern und Diakonen dazu, ein wenig anzuhalten, nachzudenken und unser pastorales Leben neu zu strukturieren, intensiver zu beten, inmitten von so viel Aktivismus zu entschleunigen, das Buch zu lesen, das wir auf halbem Weg im Regal unseres Buchladens liegen gelassen haben, die Eucharistie in friedlicher und verlassener Einsamkeit zu feiern, über die Wunden nachzudenken und sie zu heilen, die wir hinterlassen, kurz, das Wesen unseres Dienstes zu erforschen.Lasst uns über Folgendes nachdenkenEs scheint, dass einige von uns Angst vor der Leere haben, wenn wir nicht gesehen oder gehört werden, und wir vergessen, dass eine unserer Aufgaben darin besteht, für andere zu beten oder Hilfsperson zu sein. Wir werden messen müssen, wie sehr in all diesen Medien ein unüberwindlicher Wunsch nach Protagonismus zum Ausdruck kommt.

Die Heilige Messe ist zu groß, um in Gemeinschaft gelebt zu werden, die Übertragungen sind nur für Kranke und Behinderte. Dabei sind wir auch Konsumenten, das, was wir so sehr kritisieren, genau das begünstigen wir. Ich glaube, dass all diese Veranstaltungen eine Antwort auf diese Art von Pastoral sind, die im Licht des Evangeliums nicht sehr gut durchdacht sind: Es gibt so viele gläubige Frauen und Männer in der Welt, die die Eucharistie hundertfach feiern, wenn der Missionar vorbeikommt (manchmal Monate), und die ihren Glauben mit großer Integrität leben! Aber wir gehören zu den Reichen, die auch religiöse Konsumenten sind, mit dem Anspruch, die Messe nicht zu verpassen, auch wenn sie im Fernsehen übertragen wird.Fasten wir auch in dieser so realen und wüstenhaften Fastenzeit von Klängen und Bildern. Schauen wir in uns hinein und schweigen wir, denn Gott spricht zu uns. Lasst uns die Intensität der Armut leben, wie sie, denn am Ende sind so viele Botschaften wie der Regen, der fällt und weder die Erde durchtränkt noch Früchte trägt.

Nur Mut, und auf geht's!

+ Antonio Gómez Cantero Bischof von Teruel und Albarracín

https://www.religiondigital.org/vida-religiosa/inusitada-efervescencia-Antonio-Gome-Cantero_0_2216178407.html

Übersetzung: Bernhard Rasche

Öffentliche Gottesdienste ab dem 9. Mai

Bischöfliche Anordnung vom 30. April

Detaillierte Informationen zur Feier der Eucharistie, Wort-Gottes-Fei­er und anderer Gottesdienste

hier:

"Pressemitteilung" Gottesdienste nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen

Entscheidung in der Seelsorgeeinheit Öhringen-Neuenstein steht noch aus

Am Samstag hat das wegen der Corona-Epidemie eingerichtete Krisenteam der Seelsorgeeinheit Öhringen-Neuenstein über die Ermöglichung von öffentlichen Gottesdiensten beraten und eine sofortige Wiederaufnahme des gottesdienstlichen Lebens abgelehnt. Das aus Mitgliedern des Pastoralteams, Vertretern der Kirchen­gemeinderäte und Mitarbeitern der Gemeinden bestehende Team beschäftigte sich mit der bischöflichen Anordnung, nach der unter strengen Vorgaben ab 9. Mai wieder Messen und Wort-Gottes-Feiern durchgeführt werden können. Die haupt­beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerteten die Regelungen im Blick auf den Schutz vor Infektionen ebenso wie im Blick auf die Auswirkungen auf das gottesdienstliche Geschehen und die konkrete Situation der Gemeinden. Sie lehnten mehrheitlich eine Ermöglichung von Gottesdiensten unter den restriktiven Bedingungen zum jetzigen Zeitpunkt ab und empfahlen, bis Ende Mai auf öffentliche Feiern zu verzichten und die weiteren Ent­wicklungen und Entscheidungen in der Gesellschaft abzuwarten. Grund für dieses Votum war die Meinung, dass die Regelungen nur mit hohem Aufwand umzusetzen seien und zudem die Feier des Gottesdienstes, besonders der Eucharistie mit der dazu gehörigen Kommunion­spendung, erheblich beeinträchtigen. Zudem sei in der aktuellen Situation des Rück­gangs der Infektionen besondere Vorsicht geboten. Auch die Begrenzung der Zahl der Mitfeiernden und die erforderliche Anmeldung zu den Gottesdiensten wurde kritisch gesehen.

Pfarrer Klaus Kempter erklärte am Ende der Beratungen, dass nun die beiden Kirchen­­gemeinderäte in Sondersitzungen entscheiden müssen, wie hier vor Ort mit der bischöflichen Anordnung und der Wiederermöglichung von öffentlichen Gottes­diensten umgegangen wird. Die Sitzungen werden – in Öhringen als Videokonferenz – am Mittwoch (St. Joseph) und Donnerstag (Christus König) stattfinden. Dabei kann auch der Vorschlag aus dem Krisenteam beraten werden, erst nur mit Andachten und kurzen Wort-Gottes-Feiern das gottesdienstliche Leben wieder zu beginnen.

 

(2.5.2020 – Klaus Kempter)

Wie geht es weiter mit den Gottesdiensten?

Die politisch Verantwortlichen haben erste Lockerungen der strengen Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie beschlossen. Die Vertreter der Religionen haben sich dafür ausgesprochen, dass auch Kirchen und Religionsge­meinschaften bei den Lockerungen von Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden, zumal das Verbot von Gottesdiensten ein massiver Eingriff in das Grundrecht auf Religionsfreiheit darstellt.

Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte: „Die Kirchen erwarten sehr bald die schritt­weise Wiederermöglichung eines öffentlichen Gottes­dienstlebens. Maßgeblich sind dabei die für alle Versammlungen in geschlossenen Räumen und im Freien gelten­den Kriterien und Bestimmungen, an die sich die Kirchen weiterhin gebunden wissen (Abstandserfordernisse, Nutzung von Nase-Mund-Maske usw.).“ Für den katholi­schen Gottesdienst, vor allem die sonntägliche Eucharistiefeier, stellte die Bischofs­konferenz einen Maßnahmenkatalog vor.

Bis konkrete Ergebnisse vorliegen, dauert es aber noch etwas. Erst in einer Bund-Länder-Konferenz Ende April wird darüber beraten. „Schrittweise möglichst bald nach dem 30. April“ könne das gottesdienstliche Leben langsam wieder aufgenommen werden, erklärte Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofs­konferenz.

Was bedeutet das konkret?

  • Bis auf weiteres finden keine öffentlichen Gottesdienste statt.

  • Trauungen und Taufen sind bis zum 15. Juni abgesagt. Wie es danach weitergeht, ob bzw. unter welchen Bedingungen sie möglich sind, ist derzeit noch nicht klar.

  • Trauerfeiern finden nach wie vor nach den geltenden Regelungen (maximal 10 Personen) statt. Auch hier sind Änderungen möglich.

  • Die Firmungen wurden bis zu den Sommerferien abgesagt. Die Firmungam 4. Juli in unserer Seelsorgeeinheit findet deshalb nicht statt.

  • Für die Feier der Erstkommunion können erst Ersatztermine benannt werden, wenn klar ist, unter welchen Bedingungen öffentliche Gottesdienste möglich sind.

  • Wenn öffentliche Gottesdienste wieder möglich sind (ab Mai), müssen wir vor Ort schauen, wie wir die Vorgaben und Hygienevorschriften umsetzen können und was das für die einzelnen Feiern (Sonntagsmesse, Christi Himmelfahrt, Fronleich­nam) bedeutet.

Bitte beachten Sie unsere Mitteilungen am Aushang der Kirche und auf unserer Homepage sowie gegebenenfalls Pressemitteilungen. Dort informieren wir über die aktuellen Entwicklungen.

Video-Botschaften auf der Homepage und auf YouTube

Auf unserer Homepage gibt es verschiedene Angebote:

  • Video-Botschaften zu den Festtagen und Sonntagen
  • Predigt zum Nachlesen und Anhören
  • Gedanken und Impulse
  • Foto-Eindrücke von den (nichtöffentlichen) Gottesdiensten

Homepage: 

www.katholisch-in-Neuenstein.de

www.katholisch-in-Oehringen.de

YouTube:                       

Kath. Kirche St. Joseph Öhringen

 

In „unsicheren“ Zeiten …

kleine Schritte zur Normalität sind bereits umgesetzt oder kündigen sich an – gleichzeitig stellt sich die Frage, was in „Corona-Zeiten“ überhaupt „normal“ ist. Lockerungen bei der Öffnung der Geschäfte oder die stückweise Rückkehr zum Schulalltag zeigen, dass dies nur unter besonderen Auflagen (wie Mund-schutz, Abstand, Personenbegrenzungen …) möglich ist. Zugleich stellt sich bei jedem Ausstiegsschritt aus dem „lockdown“ die Frage, ob damit die Infektionszahlen wieder steigen könnten …
Auch bei der angekündigten Feier von Gottesdiensten stellt sich diese Frage – und sie ist nicht einfach zu beantworten. Kirche verwirklicht sich eben besonders in der Liturgie. Umgekehrt gilt es aber auch, im Blick zu behalten, ob und wie Gottesdienste würdig gefeiert werden können.
Diskutiert wird auch, ob das weitere Mittragen von Beschränkungen durch die Kirchen nicht nur ein Akt der Solidarität mit vielen anderen Menschen in der Gesellschaft, sondern auch ein anhaltender Beitrag zur Senkung des Infektionsrisikos sein könnte.
Viele Fragen, die alles andere als einfach zu lösen sind … Wir wünschen Ihnen für die kommenden Tage einen klaren Blick und Zeit für die Dinge, die Ihnen wichtig sind.

Hirtensorge

In unsicheren Zeiten fühlt sich die Mehrheit der Deutschen von den verantwortlichen Politikern der Regierung sicher geführt. So zeigen es die Umfragen. Im Stillen ist auch nach sechs Wochen Notverord-nungen gelegentlich zu hören, dass manche dem gebremsten und entschleunigten Leben auch Positives abgewinnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange diese Einschätzung hält – bei den Kontra-henten aus der Politik, bei den Medien wie in der Bevölkerung.
Nach dem liturgischen Kalender der Kirche haben wir am 3. Mai den 4. Sonntag in der Osterzeit, den Sonntag des „Guten Hirten“. Die „Hir-ten“ aus der Politik erhalten aus der „Herde“/Bevölkerung viel Zu-stimmung und zufriedene Anerkennung. Die Menschen sehen sich zum Großteil gut geführt in den unsicheren Zeiten. Die Zahl der „Corona-Toten“ in Deutschland im Vergleich zu anderen Industrie- nationen ist ein sprechender Indikator für gute politische Hirtensorge: vor der Krise bei der Kapazität der Krankenhäuser und Intensivpflege, in der Krise bei den getroffenen Schutzmaßnahmen und hoffentlich auch auf einem sehr lang werdenden Weg zur „Herdenimmunität“.
Auf die Politik übertragen ist das Bild Hirte-Herde ungewohnt – doch ein aus der Antike berechtigtes. Die Menschen des Alten Orient sahen ihre Herrscher im Bild des Hirten. Der König sollte herrschen und dabei König sein wie ein Hirte, der seine Herde lenkt, leitet, schützt. Die Regierung löste zumindest im Fall der Corona-Pandemie diesen Anspruch ein. Die Krise wurde ihr zur Chance beim Imagewechsel.
An diesem politischen Hirte-Sein für die Menschen sind viele Ebenen und Berufsgruppen der Gesellschaft beteiligt. Sie verdienen hohen Respekt und Dank für ihren Einsatz. Wir alle als Kirche sollten diesen Zu-ständigkeitsbereich der Politik und ihrer Organe sehen und die Wahrnehmung und Erfüllung dieser Sorge um die Gesundheit des Volkes anerkennen und würdigen – weil alle Menschen Gottes Kinder sind und alle unter den Naturgesetzen leben, nach denen sich auch Viren verbreiten. Diesen Bereich regelt die Politik. Als Kirche leben wir in keiner abgesonderten Welt, sondern in der einen Welt mit allen anderen Menschen.

Wie stehen die Kirche bzw. ihre Hirten da? In der Kirche ergäbe eine Umfrage vermutlich ein anderes Meinungsbild, und nicht wenige Gläubige würden gerne in einem „Herdenbrief“ an die Hirten ihre Sicht darlegen – was in den Medien durchaus zu lesen ist.
Es ist für die „Hirten“ der Kirche vernünftig und gut, auf die sachlich richtigen Einschätzungen der Medi-ziner zu hören und die politischen Konsequenzen daraus zu beachten und mitzutragen. Eine Krisensitua-tion erzwingt den Blick und die Konzentration auf Wesentliches. „Geplänkel“ hat nur Raum und Zeit im gesicherten Terrain. Ein Blick auf das Evangelium, Johannes 10,1–10, kann hilfreich sein.
Der Evangelist will dem Leser im Bild des Hirten die klare Aussage erschließen: Jesus ist der Christus, Gottes Sohn – Joh 10,30: „Ich und der Vater sind eins.“ In dem Abschnitt vom 4. Sonntag spricht das Evangelium von der Tür, die Jesus ist, und davon, dass nur der Hirte durch die Tür geht. Der Hirte/Christus spricht jede/jeden beim Namen an und kennt somit alle persönlich. Weiter ist die Rede vom Türhüter und jenen, die nicht durch die Türe kommen. Sie sind als Diebe und Räuber entlarvt.
In der Konsequenz heißt das: Es gibt nur einen Hirten Jesus Christus. IHM gehört die Schar der Gläubigen. IHM muss niemand die „Schafe“ zuführen oder vorstellen. ER kennt jede/jeden mit Namen. ER weiß, wen ER vor sich hat. Das prägende Verhältnis zwischen Gott/Jesus Christus und dem einzelnen Menschen ist existentiell als Ich-Du-Vertrautheit zu erkennen.
Welche Aufgabe kommt den Hirten der Kirche unter der genannten Prämisse zu? Es bleibt nach dem Johannesevangelium die Aufgabe des Türhüters – Schutz der Herde, die dem Herrn gehört. In unserer Situation muss das Schutz vor Ansteckung beinhalten und Wahrung von Glaubensvollzug. Der Situation entsprechend vollzog Papst Franziskus dies am Abend des 27. März mit der eucharistischen Andacht und der Segensfeier „Urbi et orbi“. Da stand der Pontifex unter der Tür, gab den Nöten und Fragen von Men-schen und Welt Raum und baute ihnen mit dem Gottesdienst eine Brücke zu Gott, DEN er der Welt in eucharistischer Gestalt zeigte. Damit sie das Leben haben in einer Ich-Du-Vertrautheit mit Gott.


Helmut Nohanowitsch, Stellvertretender Dekan
Dekanat Hohenlohe