Mitteilung vom 3. April 2020

Keine öffentlichen Gottesdienste bis 15. Juni

Die geltende Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg tritt am 15. Juni 2020 außer Kraft. Für diesen Zeitraum sind zunächst Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen im öffentlichen Raum und auch in Kirchen grundsätzlich untersagt.

Die Landesregierung wird spätestens nach Ostern weitere Entscheidungen treffen, die sich vor allem an der Entwicklung der Infektionszahlen und der Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen orientieren werden.

Auf www.katholisch-in-neuenstein.de halten wir Sie auf dem Laufenden. 

Weitergehende Informationen

Für weitergehende Informationen verweisen wir auf die staatlichen Behörden, insbesondere auch auf nachfolgende Internetseiten:

Die Sorge um unsere Toten und unsere Trauerenden. Trauerfeiern in Zeiten der Coronavirus-Epidemie

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie haben dazu geführt, dass keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert werden können. Auch Trauer-feiern und Beerdigungen sind nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich. Landrat Dr. Matthias Neth hat dazu folgende Empfehlungen gegeben:

  • Anstatt in geschlossenen Aussegnungshallen die Trauerfeierlichkeiten abzuhalten, könnte dies im Freien stattfinden.

  • Anstatt des anteilnehmenden Händedrucks bzw. der tröstenden innigen Umarmung könnten andere persönliche Gesten eingesetzt werden, die unsere Anteilnahme und unseren Trost zum Ausdruck bringen.

  • Anstatt der persönlichen Beileidsbekundung am Grab bieten Kondolenzbücher eine gute Alternative.

  • Anstatt in einer dicht an dicht stehenden Trauergemeinde an Trauerfeierlichkeiten teilzunehmen, könnten wir in stiller Andacht zu Hause der verstorbenen Person würdig gedenken.

  • Unsere Verbundenheit mit den Hinterbliebenen könnten wir durch geschriebene, ganz persönliche Worte ausdrücken.

  • Trauerfeiern sollten nur im engsten Familienkreis stattfinden.

  • Der Sarg von Verstorbenen, die an einer ansteckenden Krankheit litten, darf für die Hinterbliebenen nicht geöffnet werden.

  • Trauerfeierlichkeiten zu Urnenbeisetzungen sollten nach Möglichkeit verschoben werden.

Was bedeutet das konkret für unsere Begleitung der Trauernden, für die Gestaltung der Trauerfeier und für das Gedenken in der Gemeinschaft?

  1. Die Begleitung der Angehörigen  erfolgt weiterhin in einem Gespräch – unter Beachtung aller hygienischen Maßnahmen. Im begründeten Fall kann das Gespräch auch am Telefon geführt werden.

  2. Eine Trauerfeier(mit Sarg oder Urne) ist derzeit nur im engsten Familienkreis und im Freien möglich (vor der Aussegnungshalle, am Grab).

  3. Urnenbeisetzungen  sollen nach Möglichkeit verschoben werden.

  4. Das fürbittende Gebet im Gemeindegottesdienst ist derzeit nicht möglich. Das Gebet für den/die Verstorbene/n erfolgt in der Messe, die Pfarrer Kempter privat feiert.

  5. Wenn eine Beisetzung (Sarg oder Urne) im kleinsten Kreis erfolgt, kann diese in schlichter Form gefeiert werden. Wenn die Angehörigen es wünschen, ist zu einem späteren Zeitpunkt ein öffentlicher Trauergottesdienst in unserer Kirche möglich, in dem ein gemeinsames Gedenken in größerer Gemeinschaft dann möglich ist.

Uns ist bewusst, dass die einschneidenden Maßnahmen diejenigen besonders hart treffen, die um einen lieben Menschen trauern und in großer Gemeinschaft von ihm Abschied nehmen wollen. Auch wenn dies derzeit nicht in gewohnter Weise möglich ist, wollen wir mithelfen, den Schmerz zu lindern, Trost zu spenden und ein dankbares Gedenken zu ermöglichen.

Pfarrer Klaus Kempter

Liebe KGR-Mitglieder, liebe Verantwortliche in unseren Gruppen,

in diesen Tagen, in denen die sozialen Kontakte auf ein Minimum eingeschränkt werden, bekommen die sozialen Medien eine noch größere Bedeutung.

Wir sind als Kirchengemeinden in diesem Bereich nicht breit aufgestellt. Aber unsere beiden Homepages werden derzeit von Hermann Ihro, Christian Verhufen und Angela Pleyer Tag für Tag aktualisiert. Zudem stellt Patrick Gläser immer wieder Beiträge auf Facebook ein.

Ich empfehle also, auf unseren Seiten immer wieder zu schauen, was sich gerade tut. Gebt diesen Hinweis bitte auch in euren Bekanntenkreisen weiter. Denn die klassische Gemeindekommunikation - Gottesdienst, Vermeldungen und Mundpropaganda - fallen derzeit ja aus.

Zudem schauen wir, dass auf der Homepage auch immer wieder geistliche Impulse stehen. So werden zu den Gottesdiensten, die nicht stattfinden können, dennoch Predigten und Gedanken eingestellt.

Ich selbst habe mich entschlossen,

am Sonntag um 12:00 Uhr und werktags- täglich in der Regel um 19.00 Uhr eine "private Messe" zu feiern.

Wer möchte, kann sich zu dieser Zeit (es läuten ja die Glocken zum Angelus-Gebet) mit mir und anderen zu einer geistlichen Gemeinschaft verbinden.

Noch zwei Informationen:

- Für die Altenheime werden in vorbildlicher ökumenischer Zusammenarbeit Impulse für die Bewohner*innen vorbereitet und zur Verfügung gestellt, Es gibt dazu schon erste dankbare Rückmeldungen. Zudem werden für alle Heime Ansprechpartner*innen benannt, die für telefonische Seelsorge zur Verfügung stehen.

- Das Krankenhaus bittet alle Pfarrämter Seelsorgerinnen und Seelsorger zur Verfügung zu stellen, die eine regelmäßige Präsenz in der nächsten Zeit gewährleisten können. Wie wir uns daran beteiligen können, klären wir morgen, wenn sich unser "Krisenteam" trifft.

Also, schaut immer wieder mal auf:

www.katholisch-in-neuenstein.de

www.katholisch-in-öhringen.de

Viele Grüße und den einen gute Gesundheit, den anderen schnelle Genesung!

Pfarrer Klaus Kempter

Liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Veranstaltungen und Gottesdienste,

die Corona-Pandemie beeinträchtigt in außergewöhnlicher Weise unser gesellschaft­liches Leben und damit auch das kirchliche Leben. Die Situation ist, wie ständig gesagt wird, „dynamisch“ und bringt dadurch immer neue Entscheidungen und Maßnahmen mit sich. Wir als Seelsorgeeinheit orientieren uns dabei an den Vorgaben des Landes, den Verfügungen des Landkreises und unserer Kommunen sowie an den Empfehlungen und Anordnungen unserer Diözesanleitung.

Heute wurde von der Diözese entschieden,

dass alle öffentlichen Eucharistiefeiern und anderen Gottesdienste bis einschließlich 19. April abgesagt werden.

Unsere Kirchen bleiben selbstverständlich geöffnet.

Als Räume des Gebets, des Innehaltens, der Ruhe und Stärkung sollen unsere Gotteshäuser den Menschen gerade in dieser Zeit offenstehen.

  • Erstkommunionfeiern werden auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben.

  • Auch Trauungen werden bis Ende Mai in der Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht stattfinden.

  • Tauffeiern sind zu verschieben.In dringenden Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engen Familienkreis spenden.

  • Beerdigungen finden nach den behördlichen Vorgaben der teilnehmenden Personen­zahl weiterhin statt.

  • Trauerfeiern und Requien müssen nachgeholt werden. 

  • Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung eingestellt.

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen aber auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (zum Beispiel einer lebens­­bedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der geltenden recht­lichen Lage und der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Heilige Kommunion und spenden die Krankensalbung. 

Über die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen des Gemeindelebens wird auf der jeweiligen Homepage zeitnah informiert

www.katholisch-in-neuenstein.de

www.katholisch-in-oehringen.de

Viele Gläubige schmerzt es natürlich, dass sie am Sonntag nicht an der Eucharistie teilnehmen können und dass kein Gottesdienst in unserer Kirche gefeiert wird. Deshalb habe ich entschieden, jeweils privat am Sonntag um 12.00 Uhr eine Eucharistie zu feiern. Wer möchte, kann um diese Zeit zuhause eine Zeit des Gebets und der Stille halten und so sich zu einer geistigenGemeinschaft verbinden. Dazu können beispielsweise eine Kerze entzündet, das Vater Unser gebetet, die Lesungstexte des Sonntags gelesen und meditiert oder eine Andacht aus dem Gotteslob gebetet werden. Die Lesungstexte finden sich unter anderem im Katholischen Sonntagsblatt oder auf der Homepage des Katholischen Bibelwerks:

https://www.bibelwerk.de/verein/was-wir-bieten/sonntagslesungen

Zudem gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten, Gottesdienste am Fernseher und über das Internet mitzufeiern. Die Diözese verweist auf die medialen Gottesdienstübertragungen, die ausgeweitet werden. So wird die sonntägliche Eucharistiefeier um 9:30 Uhr in der Domkirche St. Martin in Rottenburg bis auf weiteres live auf der diözesanen Homepage drs.de übertragen. Für die Feier der Kar- und Ostertage werden Lösungen erarbeitet, die rechtzeitig bekannt gegeben werden.

In diesen Zeiten braucht es Menschen, die besonnen und klug Entscheidungen treffen und die tatkräftig und kompetent zupacken. Ich denke, unser Dank gilt allen, die auf den verschiedenen Ebenen der Politik Verantwortung wahrnehmen und Entscheidungen fällen, denen, die in den Gesundheitsämtern arbeiten, denen, die im Gesundheitswesen gerade unter Anspannung und hohem Druck ihren Dienst tun.

In diesen Zeiten braucht es aber auch die Solidarität untereinander, den Blick für Menschen, die jetzt besonders der Hilfe und Unterstützung bedürfen. Wir als Gemeinden möchten dazu einen kleinen Beitrag leisten. Wer sich bereiterklären kann, kurzfristige Hilfe zu leisten, darf sich im Pfarrbüro melden. Das kann der Einkauf sein für alte Menschen oder Menschen, die sich gerade zuhause aufhalten, oder eine kurzfristige Betreuung von Kindern. Menschen, die derartige Unterstützung brauchen, dürfen sich gerne an uns wenden. Selbstverständlich versuchen wir auch, unsere Seelsorge im engeren Sinn im Rahmen des Möglichen zu gewährleisten.

Zum einen bringt die Corona-Pandemie nie gekannte Aktivitäten zur Eindämmung des Infektionsrisikos mit sich und Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Zum anderen führt die Tatsache, dass viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens mehr oder weniger ruhen, dazu, dass nicht wenige Menschen ungewöhnlich viel Zeit haben. Diese Zeit können wir nutzen, zu vielem, warum nicht auch dafür, zu beten, innezuhalten und nachzu­denken, über mein Leben, über meinen Glauben, über unsere Gesellschaft, über unsere globalisierte Welt und darüber, wie es weitergehen soll und was meine Aufgabe dabei ist. Denn jede Krise bietet immer auch eine Chance, zeigt uns Christen der Blick in die Bibel und in unsere Geschichte.

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen! 

Öhringen/Neuenstein, den 16.3.2020

Ihr Pfarrer Klaus Kempter