Die Christus König Kirche im September 1954

Im September 1954 war der Plan zum Bau der Kirche fertig, aber die Kosten nicht abgedeckt. Deshalb wurden Ansichtskarten gedruckt und verteilt und somit die Bevölkerung zu Spenden aufgerufen. 

Christus König Kirche

Diese wurde am 2./3. November 1957 durch den Rottenburger Weihbischof Wilhelm Sedlmeier geweiht. 

Innenraum

2007 wurde der Innenraum der Christus König Kirche renoviert und künstlerisch neu gestaltet.

Der Altar

Der Altar steht im Mittelpunkt einer Kirche. Er symbolisiert Christus, der das Haupt unserer Kirche und die Mitte unserer Gemeinde ist. In unserer Kirche gibt es nun wieder einen einzigen Altar, der von sich aus die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Er steht leicht erhöht und kann gut umschritten werden. Durch seine Nähe zur Gemeinde und durch die Plätze der Ministranten zu seinen beiden Seiten kann spürbar werden, dass die Gemeinde sich um den Altar versammelt, wenn sie Eucharistie feiert.

Der Altar erinnert an den „Altar des Kreuzes“, an dem Jesus sein Leben für die Welt hingegeben hat. Die ersten Christen haben in Jesus den Priester gesehen, der das Opfer darbringt, und zugleich die Opfergabe selbst. Sein Opfer – so haben sie gesagt und dabei den Kult im Jerusalemer Tempel im Blick gehabt – hat die vielen Opfer ein für allemal abgelöst, die je von Menschen dargebracht wurden und mit denen Menschen die Versöhnung Gottes erwirken wollten.

Gott hat von sich aus den Menschen Versöhnung geschenkt. Dieses Geschehen, Tod und Auferstehung Jesu, feiern wir am Altar.Der Altar ist aber ebenso der Tisch des Herrn, um den sich seine Gemeinde versammelt.

Der Altar in unserer Christus König-Kirche hat die Form eines Tisches. Er erinnert an das Letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat. In diesem Mahl hat unsere Eucharistiefeier ihren Grund. Denn Jesus hat seinen Jüngern aufgetragen, zu seinem Gedächtnis Brot und Wein zu bereiten und zu teilen und so sein Leben, Sterben und Auferstehen in lebendiger Gegenwart zu halten.

Unter dem Altar sind die Reliquien von Märtyrern beigesetzt. Diese Tradition erinnert daran, dass über den Gräbern der Märtyrer oft Kirchen errichtet wurden, oder im übertragenen Sinn, dass die „Blutzeugen“ aus dem Tod und der Auferstehung Christi ihre Kraft geschöpft haben. Wir drücken damit auch die Verbundenheit mit all denen aus, die vor uns gelebt und geglaubt haben.

Der Ambo

Am Ambo werden die Texte der Bibel vorgetragen und das Wort Gottes in der Predigt ausgelegt. Ist der Altar der Tisch des Mahles, so ist der Ambo der Tisch des Wortes, an dem uns Gottes frohe Botschaft gereicht wird, die uns leben lässt.

Das Wort „Ambo“ hat einen griechischen Ursprung und bezeichnet den erhöhten, durch Stufen zugänglichen Platz, von dem aus die Lesungen und Zwischengesänge  vorgetragen werden.

Auch in unserer neuen Kirche ist dieser Ort nun eigens gestaltet. Der Ambo steht in Nähe zum Altar, ebenso an erhöhtem Platz, der die Aufmerksamkeit der Mitfeiernden auf das Wort Gottes lenken will.

Der Tabernakel

Jede Kirche braucht einen würdigen und sicheren Ort für die Aufbewahrung der Eucharistie. Dazu wird der Tabernakel errichtet. Er ist schlicht und zugleich edel gestaltet, hat einen eigenen, gut sichtbaren Ort, überlagert aber nicht die Aussagekraft von Altar und Ambo. Deshalb steht er auch nicht im Zentrum oder in der Mittelachse der Kirche. In seiner Nähe befindet sich das Ewige Licht, das auf die Gegenwart Christi im eucharistischen Brot hinweist und Zeichen der Verehrung ist.

Der Tabernakel ist Aufbewahrungsort für das Brot der Eucharistie, das den kranken und alten Menschen ins Haus gebracht werden kann. Zugleich ist er der Ort, vor und an dem Menschen im persönlichen Gebet außerhalb der Messe Christus, das Brot des Lebens, verehren.

Das Kreuz

Hinter dem Altar steht das neu gestaltete Kreuz. Es ist aus Edelstahl und in den Innenflächen des Kreuzes farbig bemalt und nimmt so die Farbgestaltung der abgehängten Decke, der so genannten „Dornenkrone“ auf. Es ist das Kreuz, das in unserem Altarraum den Blick auf sich zieht und uns an Jesu Tod erinnert. Zugleich ist es ein Vortragekreuz, das bei Prozessionen und einem feierlichen Einzug voran getragen werden kann.

Der Kreuzweg

An der rückwärtigen Wand hat der kostbare „polnische Kreuzweg“ von Hap Grieshaber seinen Platz gefunden. Er wurde in einem Edelstahlrahmen gefasst und erscheint nun als „Bilderfries“. Unter den Bildern der einzelnen Kreuzwegstationen sind die Meditationstexte, die der polnische Kardinal Stefan Wyszynski verfasst hat. Damit wird der historische Kontext lebendig, in dem dieses Werk entstanden ist, und zugleich der tiefe Sinn des Kreuzes Christi: uns Menschen Versöhnung zu schenken – mit Gott und untereinander.

Der jetzige Ort des Kreuzweges lädt ein, nach vorne zu kommen, ihn zu betrachten, ihn zu gehen und über die Meditationstexte zu einem tiefern Verständnis zu finden.

Die Dornenkrone

Eine Aufgabe für den Künstler war es, den neuen nach vorne verlagerten Altarraum mit dem hinteren Chorraum in Verbindung zu setzen und diesem eine Bedeutung zu geben. Dies geschah zum einen dadurch, dass im hinteren Bereich der Taufbrunnen und das Vortragekreuz ihren Ort bekamen, zum anderen dadurch, dass der Chorraum nun musikalischen Gruppen und Chören Raum bietet. Eine Verbindung dieser beiden Räume und Ebenen geschieht aber vor allem durch die abgehängte Deckenkonstruktion aus Holz. Diese hat eine Kreuzform, das aber mit präzisen Kreuzformen überlagert ist, an die 45 Grad schräge Farbfelder anstoßen. Diese spitzen Formen können als Dornenkrone interpretiert werden. Diese Holzkonstruktion schafft einen „Kraftraum“ unter sich, in dessen Zentrum der neue Altar steht.

Die „Dornenkrone“ steht in Beziehung zum Kreuzweg, der den Chorraum abschließt, und dem Vortragekreuz und weist somit hin auf den „König am Kreuz“. Das Christus-König-Fenster an der gegenüberliegenden Seite der Kirche zeigt den thronenden Christus. Damit bringt die künstlerische Gestaltung unserer Kirche das johanneische Bild vom am Kreuz erhöhten König in all seiner Spannung zum Ausdruck sowie die paulinische Botschaft vom Kreuz: „Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit“(1 Kor 1,23-24).

Der Osterleuchter

Die Osterkerze hat ihren liturgischen Ort in der Feier der Osternacht und während der Osterzeit. Außerdem findet sie bei Tauffeiern und bei den Messfeiern für Verstorbene Verwendung. Auch der Osterleuchter wurde neu gestaltet und abgestimmt auf die anderen liturgischen Orte.

Er ist beweglich und kann in der Osternacht gut sichtbar rechts vom Altar Platz finden und ansonsten in der Nähe des Taufbrunnens stehen.

Die Osterkerze, die auf dem Osterleuchter steht, erinnert uns an Jesus Christus, der den Tod besiegt hat und so für uns zum Licht der Welt geworden ist.

Das Taufbecken

Im Raum hinter dem Altar hat das neue Taufbecken seinen Platz gefunden. In seiner achteckigen Form erinnert er an die achteckigen Taufkapellen der frühen Christenheit.

Es ist so platziert, dass die Gemeinde auch bei einer Taufe innerhalb der Messfeier das Geschehen verfolgen und die Tauffamilie sich gut um den Taufbrunnen versammeln kann. Auch über die Taufe hinaus hat es seine Bedeutung, ist es doch eine ständige Tauferinnerung für uns.

Taufbecken und Weihwasserbecken im Eingangsbereich sind in ihrer Gestaltung aufeinander abgestimmt und erinnern uns daran, dass unsere Taufe, Gottes Ja zu uns und unser Ja zu Gott, täglich neu gelebt werden will.

Feldkreuz

Kirchenvorplatz