Jahresstatistik zum 31.12.2018

 

St. Joseph

Öhringen

 

Christus König Neuenstein

5586

Gesamtkatholikenzahl

1070

49

Taufen

8

52

Erstkommunionkinder

10

24

Firmungen

 (5 in Öhringen)

6

Eheschließung in unserer Kirche

1

9

Eheschließung mit kath. PartnerIn auswärts oder in einer ev.  Kirche

2

54

Verstorbene

6

44

Austritte

9

3

Wiedereintritte

1

0

Aufnahme

0

8,75 %

(489)

Gottesdienstbesuch

(Durchschnitt der Zählsonntage)

8,3%

(89)

Katholiken bekommen Stellenreduzierung zu spüren

Öhringen/Neuenstein: Ab Ende Februar ist Pfarrer Klaus Kempter einziger hauptamtlicher pastoraler Mitarbeiter in der Seelsorgeeinheit.

Bild/Text: Von Regina Koppenhöfer

Auf deutliche Veränderungen müssen sich die Menschen in Öhringen und Neuenstein einstellen. Der integrierte pastorale Stellenplan der Diözese Rottenburg Stuttgart vom Sommer 2018 bedeutet Stellenkürzungen und die zeigen jetzt Wirkung. Die katholische Seelsorgeeinheit ÖhringenNeuenstein wird in dem Plan von 2,8 auf zwei pastorale Stellen herabgestuft.

7000 Gläubige

Vor wenigen Jahren sah es hier so aus: Es gab bis zu fünf Hauptamtliche, neben dem Pfarrer auch ein Vikar, einen Pastoralreferenten einen Pastoralassistenten und einen Gemeindereferenten. Dazu kommt ein Diakon mit Zivilberuf. Von den Hauptamtlichen sind jetzt nur mehr der Priester und der Personalreferent, der bald in Ruhestand geht, übrig geblieben – bis Ende Februar. Ab dann wird sich Pfarrer Klaus Kempter als alleiniger hauptamtlicher Theologe um die 7000 Gläubigen der Seelsorgeeinheit kümmern müssen.

Unmut

Wie die vielen Aufgaben in den beiden Kirchengemeinden dann bewältigt werden sollen, darüber informierten Pfarrer Kempter, Luise Bächle(zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats St. Joseph Öhringen) und Peter Tillmann(zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats Christus König Neuenstein) in einem Gespräch mit der HZ. Unmut ist bei Pfarrer Kempter zu spüren, als er sagt: „Die Leute der Obrigkeit scheinen die Bedrängnis der betroffenen Stellen nicht zu erkennen.“ Ähnlich denken auch Luise Bächle und Peter Tillmann. Dieser meint: „Es ist schon eine ziemlich forsche Sache zu erwarten, die Kürzungen werden umgesetzt“ Und weiter sagte der Neuensteiner: „Es wäre auch nicht schlecht mal mit den gewählten Vertretern der Gemeinden zu reden.“ Solche Gespräche gab es aber nicht. Die Kirchengemeinden sind auf sich selbstgestellt. Deshalb wurden Dienste in den Gemeinden unter die Lupe genommen. Wo können Ehrenamtliche noch Aufgaben übernehmen oder selbständiger arbeiten – das fragt man sich. Klar ist: Einiges geht ohne Pfarrer nicht, beispielsweise die Sakramentenspendung oder auch die Eucharistiefeiern. Ist der Priester künftig mal nicht da, wird es aber – da es momentan keine Vertretung gibt – häufiger Wortgottesfeiern geben müssen. Pfarrer Klaus Kempter: „Auch in den Altenheimen wird unsere Präsenz zurückgefahren.“

Gekürzte Öffnungszeiten

Wie das Engagement der katholischen Kirchengemeinden in der Ökumene, in der Jugend- oder auch Flüchtlingsarbeit angesichts „der verschärften Personalsituation“ sein wird, ist noch nicht klar. Sicher sind jetzt schon gekürzte Öffnungszeiten im Öhringer Pfarrbüro.

Ehrenamtliche gefragt

Sicher ist auch, dass in der Seelsorgeeinheit die Ehrenamtlichen eine wichtige Rolle spielen werden als bisher, weil der Pfarrer nicht alles allein machen kann. Diese Menschen gibt es zum Glück bereits in beiden Gemeinden. Aber auch für sie stehen nun Veränderungen an. So werden in der Kommunionvorbereitung die Gruppenleiter künftig ohne hauptamtliche Anleitung auskommen müssen. Die Firmvorbereitung werden Ehrenamtliche zur Gänze übernehmen. Auch bei Busfeiern oder Totengedenken werden sich Ehrenamtliche mehr einbringen. Die Lage in der Seelsorgeeinheit ist angespannt und dennoch mag die Runde nicht nur sorgenvoll in die Zukunft blicken. „Die Situation bietet die Chance, dass bei den Menschen das Bewusstsein dafür steigt, dass jeder einen Beitrag leisten kann“, denkt Peter Tillmann. Auch Pfarrer Klaus Kempter zeigt sich zuversichtlich. Er sagt: „Es gibt viele Ehrenamtliche, es stehen viele zusammen und die Situation könnte auch eine Chance sein für jene Christen die sich neu fragen, wo ist mein Platz.“ Der Gedanke allerdings, alles allein machen zu müssen und zu wissen, wenn der Pfarrer mal nicht da sei, dann gebe es in der Zeit auch keinen Seelsorger für die Menschen, der betrübt ihn schon, verrät Pfarrer Klaus Kempter.


                                                          Zitate
 
 
„Diese Stellenkürzungen gehen nicht spurlos an uns vorbei.“

Klaus Kempter, Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit, Öhringen-Neuenstein  
 

 
„Bis zum Sommer waren wir mit vier Hauptamtlichen versorgt. Es waren Menschen da, die präsent sein konnten.“

Peter Tillmann zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats der Kirchengemeinde Christus- König Neuenstein
 

 
„Wir müssen mit Einschränkungen rechnen. Aber ich sehe auch Chancen, neu zu denken, Sachen anders zu machen, den Ehrenamtlichen was zuzutrauen.“ 

Luise Bächle, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Kirchengemeinde St. Joseph Öhringen

 

 

Prävention, Kinder- und Jugendschutz - Akribische Aufarbeitung und Stärkung der Prävention

Bischof Gebhard Fürst informiert über Missbrauch in der Diözese

In einem Pressegespräch im September 2018 hat Bischof Gebhard Fürst im Stuttgarter Haus der Katholischen Kirche über den Umgang mit Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in seiner Diözese informiert. Dem Bistum sind insgesamt 72 inkardinierte Kleriker (Priester und Diakone in Personalverantwortung der Diözese) bekannt, die des Missbrauchs an Minderjährigen beschuldigt werden. Die im Jahr 2002 von Bischof Fürst eingerichtete „Kommission sexueller Missbrauch“ (KsM) in der Diözese untersucht seit 16 Jahren nach festgelegten Verfahrensregeln jeden Vorwurf. Trotz einer akribischen Aufarbeitung dürfe man mit der Bilanz keinesfalls zufrieden sein. Der Missbrauch an Schutzbefohlenen sei immer auch eine Anfrage an die Strukturen der Kirche, sagte Bischof Fürst. Der Rottenburger Oberhirte entschuldigte sich erneut „mit Scham“ bei den Opfern.

Er sei noch immer bestürzt über die große Anzahl der Taten und Täter, aber auch über die „Last der Schuld in unserer Kirche“, so Bischof Fürst. Er verwies darauf, dass die Diözese bereits 2002, lange vor Bekanntwerden des Missbrauchsskandals im Jahr 2010, „Regularien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ in Kraft gesetzt habe. Ein Jahr später habe er eine unabhängig arbeitende „Kommission sexueller Missbrauch“ (KsM) eingesetzt, die von einer Person des öffentlichen Lebens geleitet werde. Die vorrangige Aufgabe der KsM, so Bischof Gebhard Fürst sei es seither, Hinweise zu sexuellem Missbrauch an Minderjährigen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiter im kirchlichen Bereich entgegenzunehmen und jeden Hinweis genau zu überprüfen. Am Ende jeder Untersuchung stünden Empfehlungen für den Umgang mit den gemeldeten Fälle. Hierbei gehe es einerseits um Hilfen für die Opfer und zugleich um Maßnahmen den Täter betreffend, erläuterte der Bischof. „Wichtig ist mir zu erwähnen, dass ich der Kommission gegenüber nicht weisungsbefugt bin“, ergänzte Bischof Fürst. Er kenne die Untersuchungs-Akten und sei jeder Bitte eines Opfers um ein Gespräch nachgekommen, sagte er. „Stets aufs Neue ist mir ans Herz gegangen, was den Opfern an unvorstellbarem Leid zugefügt wurde“.

Seit Einrichtung der KsM im Jahr 2002 beschäftigte diese sich mit insgesamt 146 Vorwürfen Betroffener. 90 der Vorwürfe richten sich gegen 72 Kleriker (Priester und Diakone) in Personalverantwortung der Diözese. Weitere 56 Vorwürfe gegen Ordensgeistliche, Priester anderer oder ausländischer Diözesen sowie gegen Laien. Von den 72 beschuldigten Klerikern sind bereits 45 verstorben. Eine tatsächliche Täterschaft konnte nicht in allen Fällen nachgewiesen werden. In elf Fällen wurde das Ergebnis der Untersuchung an die Kongregation für die Glaubenslehre in Rom gemeldet, in sieben Fällen war die Staatsanwaltschaft involviert, zwei der Fälle wurden durch die Diözese angezeigt. In zwei Fällen wurden die Kleriker ihres Amtes enthoben. In allen anderen neun Fällen sprach der Bischof Verweise aus, die zum Teil mit einem deutlichen Gehaltsabzug für bis zu fünf Jahre verbunden waren. Für alle Täter und einzelne Beschuldigten wurde mindestens ein psychiatrisches Gutachten angefordert, um die Frage geeigneter Therapiemaßnahmen und die Frage der Weiterbeschäftigung zu klären.

Bischof Gebhard Fürst versicherte, dass in der Zeit seiner Verantwortung keine Versetzung eines beschuldigten Klerikers in eine andere Diözese erfolgte. „Wenn ein Täter oder Beschuldigter, auch bei verjährter Tat, in eine andere Gemeinde versetzt wurde, wurde der leitende Pfarrer, der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats wie auch der Dekan informiert“. In keinem der Fälle habe es sich hierbei um schweren sexuellen Missbrauch im Sinne von Vergewaltigungen oder „Hands-on-Taten“ gehandelt, bestätigte Bischof Fürst. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt der KsM ein Fall zur Bearbeitung vor.

Nach Erfahrung der KsM sei das Gehört-Werden, das Wahrnehmen der Schwere der Belastung und des Leids, für die Betroffenen das Wichtigste, sagte die Vorsitzende der KsM, Dr. Monika Stolz. „Für die Meisten ist es eine große Belastung, über das Geschehene zu reden“. Die Forderung nach finanziellen Leistungen sei für die Betroffenen oft zweitrangig, erläuterte Stolz. Bei strafbaren Handlungen strebe die KsM grundsätzlich an, den Vorgang der Staatsanwaltschaft zu melden. Dies könne jedoch nur mit dem Einverständnis der Betroffenen geschehen, so Stolz. Es komme allerdings vor, dass die Betroffenen dies nicht wünschten, weil sie keine erneute – und möglicherweise langwierige Auseinandersetzung – mit dem Geschehenen ertragen wollten oder könnten, sagte die ehemalige Landesministerin und widersprach damit den regelmäßig gegenüber der Kirche formulierten Vorwürfen, Straftaten der Staatsanwaltschaft bewusst vorzuenthalten.

Selbst die beste Prävention könne sexuellen Missbrauch nicht verhindern, sagte die Leiterin der im Jahr 2012 eingerichteten Stabstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz in der Diözese, Sabine Hesse. Das Sprechen über sexuellen Missbrauch und Prävention sorge aber dafür, dass das von Tätern oder Täterinnen auferlegte Schweigen gebrochen und die Tabuisierung aufgehoben werde. Daher könne auch die Zunahme von Anzeigen ein gutes Zeichen sein, erläuterte die diözesane Präventionsbeauftragte.

Zwischen 2014 und 2016 wurden bei 40 dezentralen Veranstaltungen in allen 25 Dekanaten insgesamt ca. 1600 pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortgebildet, darunter alle Priester einschließlich der aktiven Ruhestandsgeistlichen. Verpflichtende Präventionsfortbildungen werden in Kürze im „Bischöflichen Gesetz über Fortbildungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch“ festgeschrieben. In den kommenden fünf Jahren sollen demnach ca. 15.000 Beschäftigte und zusätzlich viele tausend Ehrenamtliche nach einheitlichen Standards sensibilisiert werden. Bis zum Jahr 2023 wird die Diözese Rottenburg-Stuttgart für dieses Programm rund 1,2 Mio Euro aufwenden. Die Stabstelle Prävention in der Diözese koordiniert darüber hinaus die Präventionsaktivitäten der selbstständigen Träger in der Diözese, eine enge Zusammenarbeit gibt es mit dem Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ), dem Diözesancaritasverband sowie mit der Stiftung Katholische Freie Schule. Diese drei Träger sowie die Frauenorden in der Diözese und der Sportverband DJK waren bereits vor der Einrichtung der Stabstelle in der Präventionsarbeit aktiv.

Präventionsmaßnahmen in der Seelsorgeeinheit

In unserer Seelsorgeeinheit wird von allen hauptberuflichen Mitarbeitern, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen, die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verlangt. Ehrenamtliche, die bei ihrer Arbeit in einen intensiveren Kontakt mit jungen Menschen kommen, müssen ebenso dieses Zeugnis vorlegen. Zudem müssen alle eine Einverständniserklärung und die Zustimmung zu unserem Verhaltenskodex unterzeichnen.

In Kontext der Kinder- und Jugendarbeit wird immer wieder das Thema Sexueller Missbrauch und Prävention angesprochen. Pfarrer Kempter hat dazu letztes Jahr für Mitarbeiter eine Einführung mit wichtigen Informationen gegeben.

Was noch ansteht, ist die Zusammenfassung und Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Prävention in einem so genannten „Institutionellen Schutzkonzept“. Ebenso wird es zukünftig in Kooperation der Diözese Fortbildungen für hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter geben.

Beratungs- und Beschwerde-Wege

Intern

Wenn Sie den Verdacht haben, dass in Ihrem Umfeld ein Minderjähriger durch einen haupt- oder ehrenamtlichen Mitarbeiter sexuell missbraucht wird oder ein grenz­überschreitendes Verhalten vorliegt, können Sie sich an ein Mitglied des Pastoralteams wenden. Jede und jeder der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegt der seelsorgerlichen Schweigepflicht. Mit ihr bzw. ihm können Sie die weiteren Schritte klären.

Extern

In Fällen von sexuellem Missbrauch sowie Verdachtsfällen von Missbrauch an Minderjährigen können Sie sich auch direkt an die

Ansprechpartner der Kommission sexueller Missbrauch wenden:

 

  • Dr. Monika Stolz, Vorsitzende der Kommission sexueller Missbrauch

Telefon: 0160 4048601; Fax: 07472 169 - 83783

E-Mail: Monika.Stolz(at)ksm.drs.de

 

  • Dr. Norbert Reuhs, mit der Voruntersuchung beauftragte Berichterstatter

Telefon: 07472 169-349; Fax: 07472 169-604

E-Mail: ksm-nreuhs(at)ksm.drs.de

 

  • Mechthild Berchtold, mit der Voruntersuchung beauftragte Berichterstatterin

Telefon: 07472 169-371; Fax: 07472 169-83371

E-Mail: ksm-mberchtold(at)ksm.drs.de

 

http://www.drs.de/rat-und-hilfe/hilfe-bei-missbrauch.html

Neuer Stellenplan und personelle Veränderungen

Seelsorgeeinheit steht vor großen Herausforderungen

Schon seit längerem ist bekannt, dass unser Pastoralreferent Siegfried Rusitschka Ende Februar 2019 in den Ruhestand gehen wird. Dies geschieht in einer Zeit, in der der neue „Integrierte pastorale Stellenplan“ in unserer Diözese umgesetzt wird. Nun hat sich ganz kurzfristig ein weiterer Wechsel angekündigt. Unser Gemeindereferent Roman Ecker wird nach gut 17 Jahren seinen Dienst in unserer Seelsorgeeinheit beenden. Er übernimmt Anfang November die Leitung der keb (Katholische Erwachsenenbildung) Hohenlohe. Neben dieser 70-Prozent-Stelle in Schöntal wird er bis auf weiteres zu 30 Prozent Religionsunterricht in der Realschule Öhringen geben.  Bis Ende des Jahres wird er seine neue Aufgabe in reduziertem Umfang wahrnehmen, um in unserer Seelsorgeeinheit Aufgaben zu Ende zu bringen. In dieser Zeit können wir überlegen und klären, in welcher Weise die Aufgabenbereiche, für die Roman Ecker zuständig ist, fortgeführt werden können.

Inzwischen gilt auch der neue Stellenplan. Er ist mit Wirkung zum 1. September 2018 vom Bischof in Kraft gesetzt worden. Bei dieser Stellenplanung, "in der die Personal-Vorausrechnung bis 2025 berücksichtigt und die bisherige Stellenzahl von 1.170 Stellen gesichert ist"(Domkapitular Paul Hildebrand), zählen wir faktisch zu den „Verlierern“. Denn der Plan sieht für unsere Seelsorgeeinheit nur noch 2 Stellen pastorale Berufe vor (bisher 2,8 Stellen). Davon sind aber 0,4 Stellenanteile für den Religionsunterricht eingeplant. Das bedeutet konkret: Neben dem Pfarrer (eine Stelle) steht uns noch ein 60-Prozent-Stellenanteil für die Arbeit in den beiden Gemeinden zu. Der Religionsunterreicht wird allerdings je nach Bedarf erteilt.

Unser Diakon Klaus Hohl ist nicht Teil der Stellenplanung, da er seinen Dienst nicht hauptberuflich ausübt, sondern ehrenamtlich (mit einer pauschalen Aufwandsentschädigung). Sein Einsatz soll laut Dienstordnung der Diözese rund vier Wochenstunden für die pastoralen Aufgaben und zwei Wochenstunden für das diakonische Engagement am Arbeitslatz und im Lebensraum umfassen. Sein Schwerpunkt soll nicht in der Liturgie sondern im diakonischen Bereich liegen. Bei Taufen, Trauungen, Trauerfeiern und im Predigtdienst wirkt er mit und entlastet damit in erheblichem Umfang den Pfarrer und die anderen Mitarbeiter.

Ob wir in den Genuss von Stellenanteilen der so genannten Profilstellen kommen, ist derzeit noch offen. Diese Stellen stehen den Dekanaten für besondere Projekte im Rahmen des Prozesses "Kirche am Ort" zu.

Veränderungen in den Aufgabenbereichen

Die Stellenkürzung und die voraussichtliche Vakanz einer Stelle ab März 2019 bringen mit sich, dass sich die Aufgaben der Hauptberuflichen verändern und in manchen Bereichen keine hauptberufliche Begleitung mehr möglich ist. So wird die Firmvorbereitung zum Teil vom Team der Ehrenamtlichen allein zu gestalten sein. Zu klären ist, wie wir uns künftig in der Ehevorbereitung und in der Altenpastoral, vor allem bei den ökumenischen Gottesdiensten in den Seniorenheimen, einbringen können. Für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, die Gestaltung der Homepage und die Redaktion des Überblicks sind Personen zu finden, die dort eigenständig mitarbeiten. Die wichtige Aufgabe des „Kindergartenbeauftragten Pastoral“ kann vorerst nicht mehr durch einen hauptberuflichen Mitarbeiter wahrgenommen werden. Das Projekt „50 Missionare“ kann in der derzeitigen Situation nicht wie geplant angegangen werden. Zudem werden Geburtstags- und Hausbesuche nicht mehr im bisherigen Umfang möglich sein. Auch auf unsere Präsenz bei ökumenischen Gottesdiensten und Veranstaltungen werden sich die Veränderungen auswirken.

Für die verbleibenden Hauptberuflichen bringt die Stellenkürzung mit sich, dass sie eine größere Zahl an Trauerfeiern und Predigtdiensten übernehmen müssen, als dies bisher der Fall war. Für Abwesenheits- und Urlaubszeiten müssen vermutlich auch auf  Dekanatsebene Aushilfen für den Beerdigungsdienst gefunden werden.

Auswirkungen auf die Krankenhaus-Seelsorge

Nachdem die neue Integrierte pastorale Stellenplanung in Kraft gesetzt ist, wirkt sich dies auch auf die Krankenhaus-Seelsorge in unserem Dekanat aus. Diese ist nun auf Dekanatsebene geregelt und wird von Pfr. Trang übernommen. Er übernimmt bisher schon die Krankenhaus-Seelsorge in Künzelsau und wird zukünftig auch für das Öhringer Krankenhaus zuständig sein. Dies bringt für uns nur eine geringfügige Entlastung, da wir schon in der Vergangenheit unseren Dienst in der Krankenhaus-Seelsorge reduziert haben. Der Pfarrer und die Mitarbeiter unserer Seelsorgeeinheit werden Besuche und Dienste im Krankenhaus nur noch wahrnehmen, wenn Gemeindemitglieder unserer Seelsorgeeinheit dies ausdrücklich wünschen.

Wort-Gottes-Feiern in der Seelsorgeeinheit

Die Häufigkeit von Wort-Gottes-Feiern hängt nicht direkt mit dem neuen Stellenplan zusammen. Hier wirkt sich der Priestermangel aus, der es bei uns mit sich bringt, dass der Pfarrer der einzige Priester in unserer Seelsorgeeinheit ist und es in unserem Dekanat so wenig Priester und Pensionäre gibt, dass eine gegenseitige Aushilfe nur in wenigen Fällen möglich ist. Zudem stehen die Priester-Pensionäre, die uns bisher ausgeholfen haben, nicht mehr zur Verfügung.

Deshalb bin ich froh und dankbar, dass wir Frauen und Männer haben, die motiviert und gut ausgebildet den Dienst der Leitung von Wort-Gottes-Feiern ausüben. Sie sind dafür vom Bischof beauftragt worden. Sie feiern Wortgottesdienste an Sonn- und Feiertagen wie auch an Werktagen, wenn die Eucharistie nicht gefeiert werden kann, weil der Pfarrer in Urlaub, bei einer Fortbildung oder bei einer anderen gemeindlichen Veranstaltung ist. Entsprechend den Leitlinien unserer Diözese feiern sie die Wortgottesdienste mit Kommunionfeier. Manche übernehmen die Gestaltung des Gottesdienstes allein, andere im Team. So tragen sie dazu bei, dass die Gemeinde sich am Ort versammeln kann, auch wenn kein Priester zur Verfügung steht.

Beratungen in den Kirchengemeinderäten

Im Schreiben von Domkapitular Paul Hildebrand heißt es lapidar: "Bitte nutzen Sie die bestehenden Gremien, um mit ihren Räten und ihren pastoralen Diensten die neue integrierte pastorale Stellenplanung für ihre Seelsorgeeinheit zu besprechen und zu schauen, welche Konsequenzen sich daraus für ihre Arbeit ergeben könnten."

Die Kirchengemeinderäte werden nun in der Tat zusammen mit mir in den nächsten Wochen und Monaten überlegen, wie wir mit dieser Situation umgehen, mit der Vakanz, die ab März zu erwarten ist, und mit der Tatsache, dass zukünftig nur noch zwei hauptberufliche Stellen zur Verfügung stehen. Wir hoffen, dass die Ausschreibung dazu führt, dass spätestens im Herbst 2019 die vakante Stelle besetzt werden kann. Es bleibt uns in der Tat nichts anderes übrig, als in den nächsten KGR-Sitzungen und auf der Klausur im November zu schauen, welche Spielräume wir haben, was aufgegeben oder von Ehrenamtlichen übernommen werden kann und wo es vielleicht ganz innovative Lösungen gibt, die den Rahmen dieser Stellenplanung überschreiten.

Neuer Stellenplan wird in Kraft gesetzt

Noch zwei Stellen für die Seelsorgeeinheit vorgesehen

Anfang Juni ging dem Pfarrer der Seelsorgeeinheit die Berechnung zur neuen Stellenplanung zu. Seit einiger Zeit schon arbeitete die Hauptabteilung Pastorales Personal an der so genannten „integrierten pastoralen Stellenplanung“. Im Laufe dieser Erarbeitung haben sich einige Änderungen bei den Kriterien für die Verteilung des Pastoralen Personals ergeben. Im Januar wurden die Pfarrer und Diakone des Dekanats vom Dekan über die anstehenden Veränderungen in Kenntnis gesetzt. Anfang Mai gab es ein Informationsschreiben der Diözese. Jetzt können die Kirchengemeinden Rückmeldungen zu den Berechnungen geben. Nach abschließenden Beratungen in der Sitzung des Bischöflichen Ordinariates ist geplant, dass der Bischof die Stellenplanung zum 1. September in Kraft setzt. Entscheidend für die Berechnung der Stellen sind die Zahl der Kirchengemeinden in der Seelsorgeeinheit, die Zahl der Katholiken und die Zahl der Kasualien (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen). Dazu kommen noch Zuschläge für den Religionsunterreicht, für Teilorte oder Kindertagesstätten. Die Krankenhausseelsorge wird auf Dekanatsebene angesiedelt. Die Seelsorge in den Altenheimen spielt bei der Stellenberechnung keine Rolle.

Für unsere „Seelsorgeeinheit 1b Öhringen Neuenstein“ ergibt sich nach den neuen Kriterien eine Berechnung von zwei Stellen. Aktuell haben wir drei Stellen (2,8 laut Berechnung): Pfarrer, Pastoralreferent, Gemeindereferent. Die Ausbildungsstelle der Pastoralassistentin wird nicht mit gerechnet. Der Diakon übt seinen Dienst nebenberuflich in St. Joseph aus. Damit ist, wenn der Stellenplan so in Kraft gesetzt wird, für unsere Seelsorgeeinheit mit einer Stellenkürzung von einem Drittel (einer Stelle) zu rechnen.

Diese Veränderung könnte mit dem Ruhestand unseres Pastoralreferenten Siegfried Rusitschka zum 1. März 2019 dann realisiert werden.

Sobald der Stellenplan in Kraft gesetzt ist und wir Klarheit über die Folgen für unsere Seelsorgeeinheit haben, werden wir uns in den Kirchengemeinderäten und im Gemeinsamen Ausschuss beraten, wie wir mit diesen Veränderungen umgehen werden.

Jahresstatistik zum 31.12.2017

 

St. Joseph

Öhringen

 

Christus König Neuenstein

5588

Gesamtkatholikenzahl

1075

41

Taufen

3

55

Erstkommunionkinder

6

50

Firmungen

 (7 in Öhringen)

4

Eheschließung in unserer Kirche

0

10

Eheschließung mit kath. PartnerIn auswärts oder in einer ev.  Kirche

1

61

Verstorbene

7

34

Austritte

6

1

Wiedereintritte

0

1

Aufnahme

1

 9,75 %

(545)

Gottesdienstbesuch

(Durchschnitt der Zählsonntage)

9,2%

(103)

Jahresstatistik zum 31.12.2016

Jahresstatistik zum 31.12.2016

 

St. Joseph

Öhringen

 

Christus König Neuenstein

5580

Gesamtkatholikenzahl

1060

41

Taufen

9

34

Erstkommunionkinder

5

42

Firmungen

9 (8 in Öhringen)

13

Eheschließung in unserer Kirche

1

7

Eheschließung mit kath. PartnerIn auswärts oder in einer ev.  Kirche

1

72

(59 von uns beerdigt)

Verstorbene

10

(7 von uns beerdigt)

43

Austritte

8

1

Wiedereintritte

1

-

Aufnahme

1

 8,5 %

(476)

Gottesdienstbesuch

(Durchschnitt der Zählsonntage)

8,11%

(86)

 

"Berufen zum Dienst in der Kirche"

Derzeit bereiten sich mehrere hauptsächlich (junge) Menschen auf einen Dienst in der Kirche vor.

Der "Senior" der Truppe- Klaus Hohl,

wurde am 23. Mai nach 8 jähriger Ausbildung zum Diakon geweiht.

Robert Matuschek

absolviert derzeit das Propädeutikum in Bamberg, um danach in Eichstätt Theologie zu studieren mit dem Ziel des Priesterberufs.

Jessica Pawletta

wird nach ihrem Abitur das Ambrosianum in Tübingen besuchen und will Theologie studieren, um Religionslehrerin zu werden.

Pfarrer Klaus Kempter moderierte einen sehr gelungenen und kurzweiligen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen.

Die Antworten auf die Fragen, die wie, warum und durch wen sie alle auf die Idee kamen, sich für diesen Weg zu entscheiden waren sehr interessant.

Wir alle können sie mit unseren Gebeten auf ihren Weg begleiten und wünschen ihnen viel Glück und Gottes Segen.

Die Seelsorgeeinheit Öhringen - Neuenstein

Am 28.12. 2000 schlossen sich die zwei selbständigen Gemeinden St. Joseph Öhringen und Christus König Neuenstein(gemäß Dekret Nr. 2902/2 des Diözesanbischofs) zur Seelsorgeeinheit Öhringen-Neuenstein zusammen.Schon in der Vergangenheit gab es Verbindungen: Neuenstein und Öhringer gehörten bis ins Jahr 1950 zur Pfarrei Pfedelbach.Danach war Neuenstein bis ins Jahr 1981 an Öhringen angegliedert und   wurde dann erst selbstständige Pfarrei. In der Kooperationsvereinbarung wurden gemeinsame Ziele festgeschrieben. So wird zum Beispiel die Sakramentenkatechese auf Ebene der Seelsorgeeinheit geplant und durchgeführt. Zur Koordinierung der gemeinsamen Aufgaben und zur Steuerung der Kooperation, wurde der Gemeinsame Ausschuss eingerichtet.

Seelsorgeeinheit